Geschäftsleute spüren leichtes Umsatzplus - aber Kritik an Parksituation

Umbau Friedrich-Ebert-Straße: Händler im Quartier wieder optimistisch

+
Händler wieder zufriedener: Nach dem Umbau der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Ständeplatz und Annastraße sind die ansässigen Geschäftsleute optimistischer.

Kassel. Vor gut acht Monaten war die Leidenszeit vorbei: Der drei Jahre dauernde Umbau der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Ständeplatz und Annastraße wurde abgeschlossen. Die dortigen Geschäftsleute haben seitdem neuen Mut gefasst.

Nach einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg (IHK) ist der Großteil der Händler, Gastronomen und Dienstleister mit dem Umbauergebnis zufrieden.

Kundenzulauf und Umsätze seien leicht steigend – oder zumindest wieder auf dem Niveau vor den Behinderungen durch den Umbau. Probleme gebe es noch mit den Parkplätzen, so der Tenor der Studie.

An der Studie der IHK haben sich insgesamt 33 Unternehmen der betroffenen Straßenzüge Friedrich-Ebert-Straße und Goethestraße beteiligt. Über 82 Prozent der Befragten fanden, dass das Quartier durch den Umbau aufgewertet worden sei (sehr aufgewertet: 41 Prozent; etwas aufgewertet: 41 Prozent).

Lob für breite Bürgersteige

Besonders gelobt wurden die breiteren Bürgersteige, die Pflanzung der Bäume und die besseren Möglichkeiten der Straßenüberquerung. Kritik gab es an der Verkehrs- und Parksituation. Neben vermehrten Staus durch die neue Verkehrsführung (Autos müssen an den Haltestellen hinter Straßenbahnen warten) sind weitere Kritikpunkte die unzureichenden Parkflächen sowie die gestiegenen Parkgebühren.

Ulrich Spengler

„Durch den Umbau ist der Standort insbesondere für Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe noch interessanter geworden“, sagt Ulrich Spengler, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg. Um die Aufenthaltsqualität noch weiter zu steigern, sollten die breiteren Bürgersteige noch besser genutzt werden, schlägt er vor.

Satzung ändern für Sitzplätze

Doch müsse die aktuelle Satzung über die Sondernutzung an öffentlichen Straßen angepasst werden. Das würde den ansässigen Betrieben erlauben, ihre Ideen unkompliziert umzusetzen – sei es durch Begrünung vor dem Ladengeschäft oder Außenbestuhlungen. „Das Interesse der Händler und Gastronomen ist da“, sagt Spengler.

Die Kunden langfristig zurückzugewinnen und für die Friedrich-Ebert-Straße als Durchfahrtsstraße wieder zu begeistern, benötige Zeit, ergänzt IHK-Handelsreferent Oliver Stöhr. Die neue Baustelle an der Rathauskreuzung, die noch bis übernächstes Wochenende dauert, erschwere derzeit erneut die Verkehrsdurchfahrt. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.