Hunderte feierten den Jahreswechsel auf dem Dach der Grimmwelt

Kassel. „Es hat sich gelohnt, hierher zu kommen.“ Die Meinung eines jungen Mannes, der mit Freunden die Silvesternacht feierte, dürften wohl auch die anderen 500 bis 600 Menschen teilen, die den Jahreswechsel auf der Dachterrasse der Grimmwelt erlebten.

Bereits vor 23 Uhr hatten die ersten Besucher den Weg hinauf gefunden. Sie genossen den Blick über die Stadt und auf die Weinbergkulisse. Denn nicht nur das neue Ausstellungshaus ist durch Strahler in Szene gesetzt, rundherum sind Bäume in ein grünes Licht getaucht, die ein märchenhaftes Bild erzeugen.

Dabei war noch am Morgen nicht ganz sicher, ob die in Stufen angelegte Terrasse am Abend tatsächlich geöffnet würde, denn wegen Glätte war das Dach vormittags noch gesperrt gewesen. In der Silvesternacht indes blieb es mit fünf Grad Celsius deutlich über null, es blieb trocken und es wehte ein leichter Wind. Abgesehen davon, dass es leicht diesig war, perfektes Wetter, um von hier oben das Feuerwerk zu genießen. Und damit dieses Erlebnis nicht getrübt wurde, achteten Sicherheitleute darauf, dass keine Feuerwerkskörper und Getränkeflaschen mit nach oben genommen wurden.

Zünftig anstoßen konnten die Gäste freilich trotzdem. Der Betreiber des Grimmwelt-Restaurants Johannes Reinhold hatte eine Bar aufgebaut, an der man sich auch mit Glühwein aufwärmen konnte.

Darüber freuten sich auch Dirk und Ines Teube, Oliver Knaack und Andrea und Dirk Stiegenroth. „Wir waren eben noch beim Italiener und wollten erst gar nicht weg aus dem Warmen“, erzählten sie. Dann genossen sie doch das besondere Erlebnis, mit einigen Hundert Menschen gemeinsam ins neue Jahr zu starten.

Den Countdown kurz vor Mitternacht stimmte eine Gruppe junger Leute aus Habichtswald an, alsdann riefen sich die Menschen ein „frohes neues Jahr“ zu. Und wurden belohnt mit einem zauberhaften Blick bis in die Söhre, über die Südstadt bis nach Baunatal, über die Innenstadt und nach Wilhelmshöhe.

Gut eine halbe Stunde lang zündeten Raketen über der Stadt und ließen bunte Funkenregen niedergehen, mitunter ganz in der Nähe. Denn unterhalb des Museums für Sepulkralkultur treffen sich ohnehin immer viele Freunde von Böllern und Raketen. Eine ihrer Hochburgen ist übrigens auch der Stadtteil Waldau, die dort einen besonders bunten Himmel zauberten.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen genoss mit Ehefrau und Freunden aber auch den Blick auf seinen Heimatstadtteil Südstadt und freute sich darüber, dass so viele Bürger sichtlich Freude an Kassels neuem Aussichtsbalkon und Treffpunkt auf dem Weinberg hatten.

„Die Leute sind alle gut gelaunt und entspannt“, resümierte einer der Sicherheitsleute. So blieb es auch auf und an der Grimmwelt eine ruhige Silvesternacht.

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