Betreiber will 1,8 Millionen Euro investieren

Pizza und Pasta mit System: L'Osteria eröffnet im Mai am Königsplatz

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Hier wird L’Osteria einziehen: Das bisherige Spielwarengeschäft am Königsplatz 36 wird umgebaut und erweitert.

Kassel. Am unteren Königsplatz wird sich voraussichtlich bis Mai eine der am schnellsten wachsenden Systemgastronomie-Ketten Deutschlands ansiedeln - L'Osteria kommt nach Kassel.

Das Konzept: unkomplizierte italienische Küche mit Pizza und Pasta - vergleichbar mit dem Mitbewerber Vapiano. Das neue Restaurant zieht ins Haus Königsplatz 36 ein, wo bisher ein Spielwarenladen war.

Dafür wird in den nächsten Monaten unter anderem die komplette Glasfensterfront erneuert. „Das wird dann völlig anders aussehen“, sagte Investor Jan Hausen gegenüber der HNA. Der gebürtige Göttinger, der in München lebt, betreibt als Joint-Venture-Partner der Gastrokette bereits vier L’Osteria-Restaurants in Hannover, Braunschweig und Göttingen. Am Kasseler Königsplatz sollen nach seinen Worten etwa 1,8 Millionen Euro in den Umbau investiert werden.

Was die Nachfrage angeht, ist der 41-jährige Jurist und Unternehmensberater optimistisch: Seine anderen L’Osteria-Standorte seien alle „vom ersten Tag an richtig gut gelaufen“. Markenzeichen der Italo-Kette sind die gewaltigen 45-Zentimeter-Pizzen, die man zum Teilen auch uneinheitlich belegt mit mehreren Tellern bekommen kann. Vom Mitbewerber Vapiano unterscheidet sich L’Osteria unter anderem dadurch, dass man am Tisch bedient wird und dass die Restaurants von der Einrichtung her je nach Standort individueller gestaltet sind. Eine offene Küche, in der man die Zubereitung der Speisen beobachten kann, gibt es bei beiden Ketten.

Jedes Lokal sieht anders aus: Hier das Ende September eröffnete L’Osteria-Restaurant in Göttingen. 

In Kassel habe er sich etwa 20 mögliche Lokalitäten angesehen und sich dann für den Königsplatz entschieden, sagte Hausen. Er bezeichnete den Standort als „etwas schwierig, aber genau so etwas mögen wir“. So seien die Voraussetzungen gegeben, dass ein Ort mit besonderer Atmosphäre entstehen könne. Der Investor sagte, er könne sich vorstellen, dass bei dem aufwendigen Innenaus- und -umbau die für Kassel typische Nachkriegsarchitektur „ein wenig mit aufgenommen wird“. 

Das bisherige Ladenlokal, das zurzeit als Ausstellungsfläche für das Wintersortiment der benachbarten Firma Samen-Rohde verwendet wird, soll nach hinten erweitert werden und dann 125 Plätze bieten. Noch einmal so viele sollen in der warmen Jahreszeit außen auf dem Königsplatz entstehen, der sich damit noch weiter gastronomisch beleben wird.

Dass das gut passt, findet auch Hauseigentümer Frank Rohde. Die Fassade des denkmalgeschützten 1950er-Jahre-Baus hat er kürzlich sanieren lassen, für das Ladenlokal des bisherigen Spielwarengeschäfts habe es diverse Interessenten aus verschiedenen Branchen gegeben. Vor der Entscheidung für L’Osteria sei er mit seiner Familie in Hannover und Göttingen gewesen, um sich bestehende Restaurants anzuschauen. „Das ist eine tolle Sache und ein junges, aufstrebendes Konzept“, sagt Rohde. Auch das Probeessen habe Anklang gefunden. Besonders auffällig: „Die riesengroßen Pizzen.“

Hintergrund: Gastro-Kette mit schnellem Wachstum

Das Gastronomie-System L’Osteria mit Sitz in Nürnberg besteht seit 1999. Die Gründer Klaus Rader und Friedemann Findeis waren 2002 auch als Gesellschafter der Vapiano-Kette aktiv. 2009 begannen sie, mit L’Osteria-Restaurants im Franchise-System zu expandieren. 2011 erzielte die Marke mit elf Betrieben in Deutschland bereits Nettoerlöse von gut 23 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr werden 100 Mio. Euro Umsatz angepeilt. Aktuell gibt es 45 L’Osteria-Restaurants in Deutschland, neun in Österreich und eines in der Schweiz. Die Standorte werden etwa je zur Hälfte im Franchise-System und in Eigenregie betrieben - davon, wie in Kassel, ein halbes Dutzend Häuser als Joint Ventures, bei denen die Gastronomiekette sowie ein Investor zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind.

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Jana73Antwort
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Ja im Vapiano nicht. Also ...erstmal ausprobieren statt meckern. In Göttingen ist das Restaurant auf jeden Fall nett.

Jana73Antwort
(0)(1)


Ich finde es gut, dass dieses Restaurant hier öffnet. Den Spielzeugladen brauchte kein Mensch. Das Restaurant ist geschmackvoll eingerichtet und belebt im Sommer sicher den Königsplatz.

SchlaufuchsAntwort
(2)(0)

"Essenstempel": Ganz übel finde ich diese Fressetage im Citypunkt.

Kommentare

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