Vorgeschmack auf Flic-Flac: Artist balanciert auf Zeltdach

Kassel. Vor 100 Jahren sei es Tradition gewesen, dass Artisten auf den Seilen der Zirkuszelte balancierten. Rudi Bauer, Sprecher des Zirkus Flic-Flac, erinnerte sich daran.

Da einer der weltbesten Artisten, Julio Robles aus Kolumbien, ab dem 18. Dezember im schwarz-gelben Flic-Flac-Zelt auf dem Friedrichsplatz auftritt, kam Bauer die Idee, mit ihm eine spektakuläre Vorführung zu machen. 

Balanceakt auf dem Zeltdach: Julio Robles aus Kolumbien spaziert auf einem Seil zwischen den Zeltspitzen des Zirkus Flic Flac umher.

Eigentlich war dieses artistische Bonbon für die Presse gedacht. Allerdings verfolgten auch mehrere Besucher des Kasseler Weihnachtsmarktes am Mittwochvormittag, wie Robles aus einer der Spitzen des Flic-Flac-Vorzeltes kletterte, sich langsam aufrichtete und mit Hilfe einer Balancierstange - völlig ungesichert - bis zur Spitze des nächsten Vorzeltes auf dem Seil ging. Gehen ist zu einfach ausgedrückt. Mitten auf dem Seil, in rund neun Meter Höhe, legte Robles sich nebenbei noch auf das Seil. Der Applaus war dem mutigen Kolumbianer gewiss. 

Der Artist sei der erste Künstler, der in der Stadt eingetroffen sei, um bei der siebten Auflage des Festivals der Artisten in Kassel mitzumachen. Die rund 60 weiteren Künstler werden bis zum kommenden Wochenende in Kassel eintrudeln, sagt Bauer. Bis dahin soll der Aufbau des großen Hauptzeltes und der Vorzelte abgeschlossen sein. „Wir liegen aber super in der Zeit.“ 

Allein 40 Mann sind erforderlich, um nur die Zelte aufzubauen. Zehn Techniker seien dafür zuständig, die aufwändig Beleuchtung in der Manege anzubringen, so der Sprecher. Die komplette Flic-Flac-Mannschaft mit Künstlern umfasst 120 Frauen und Männer.

Dieser Text wurde um 15.29 Uhr aktualisiert.

In diesem Jahr darf sich das Publikum wieder über Klassiker wie das Todesrad ((mit Julio Robles) und die Motorradkugel freuen. Es soll ein neuer Weltrekord in Kassel präsentiert werden: Nicht acht Fahrer, sondern zehn Fahrer werden gleichzeitig in der Kugel mit ihren Maschinen kurven. Das wird laut und nervenaufreibend. Als eine Europa-Sensation kündigt Flic-Flac-Sprecher Bauer die „Holy Warriors“ an. Das sind zwölf Reifenspringer vom chinesischen Nationalzirkus, die mit zielgenauen Sprüngen auf Weltrekordniveau für schweißnasse Hände des Publikums sorgen wollen. 

Neu in diesem Jahr: Am Freitag, 28. Dezember, bietet Flic-Flac bereits um 16 Uhr eine Vorpremiere des Festivals an. Allerdings sind die Karten für diese Vorstellung - ebenso wie für die Premiere am Abend - allesamt ausverkauft. Für alle anderen Vorstellungen gibt es aber noch Tickets, sagt Bauer. 

Karten für das Festival der Artisten, das vom 18. Dezember bis 10. Januar 2016 in Kassel gastiert, kosten zwischen 19 und 49 Euro (ermäßigt 15 bis 44 Euro). Karten gibt es in den HNA-Geschäftsstellen, unter Tel. 0561/203204 und unter

www.hna-kartenservice.de

Rubriklistenbild: © Pflüger-Scherb

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