Zirkus, Kunst und Landebahn: Der Friedrichplatz und seine Vergangenheit

Der Friedrichsplatz in den 1930er-Jahren: Das Luftbild zeigt das Stadtbild zwischen dem Rathaus (oben) und dem Fridericianum vor der Zerstörung im Krieg. Auf dem Platz gastierte auch damals schon ein Zirkus. Archivfoto:  Germandi/nh

Kassel. Zentral gelegen, gut erreichbar, mit einem tollen Blick aus der Innenstadt heraus bis zur Söhre: Der Friedrichsplatz hat als Veranstaltungsort herausragende Qualitäten.

Der Zirkus Flic Flac sorgt seit einigen Jahren dafür, dass diese tolle Lage spektakulär inszeniert wird. Vorläufer dazu gab es bereits in den 1940er-Jahren. Ein Luftbild von damals, das vor der Zerstörung Kassels in der Bombennacht vom 22. Oktober 1943 entstand, ist ein Beleg dafür.

Flugschau im März 1936: Damals landete der Fieseler Storch auf dem Friedrichsplatz.

Aber auch die Nationalsozialisten nutzen den Platz für Aufmärsche und andere Inszenierungen der Macht. Ein finsteres Kapitel der Geschichte des Friedrichsplatzes ist die Bücherverbrennung 1933. Auch das legendäre Propellerflugzeug Fieseler Storch wurde für die Propaganda eingesetzt. Bei einer Flugschau im März 1936 landete der Storch mitten in der Stadt auf dem Friedrichsplatz.

Umstritten: Joseph Beuys vor dem Fridericianum. Foto:  nh

Ohne den Friedrichsplatz wäre die Karriere der documenta kaum vorstellbar. Bereits bei der Premiere 1955 spielte das Areal im Herzen der Stadt eine wichtige Rolle. Unvergessen der Erdkilometer (1977), die Beuys-Steine (1982), der Himmelsstürmer (1992) und das Mohnfeld (2007).

Mehr zum Friedrichsplatz gibt es im HNA-Regiowiki

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