Nach schwerem Unwetter am Freitag

Kasseler Hauptbahnhof voraussichtlich bis Freitag gesperrt

Aufwändige Reparaturarbeiten: Hier überprüfen Bundesbahnmitarbeiter für Netzinstandhaltung das Ausmaß der Schäden an der Oberleitung. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Es wird voraussichtlich bis Freitag dauern, die massiven Schäden am Hauptbahnhof, die durch das Unwetter am vergangenen Freitag entstanden sind, zu beseitigen.

Das sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Bis voraussichtlich 29. Juli werde es deshalb keinen Regionalverkehr über den Hauptbahnhof geben.

Das Ausmaß der Schäden, die das Unwetter am vergangenen Freitag am Kasseler Hauptbahnhof angerichtet hat, ist erschreckend. Und es wird voraussichtlich noch bis kommenden Freitag dauern, bis hier der Regionalverkehr wieder aufgenommen werden kann. So lange fahren die Regionalzüge beispielsweise nach Frankfurt, Göttingen und Fulda ab beziehungsweise zum Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe. Die Regiotrams sind von der Sperrung nicht betroffen, da diese weiterhin am Hauptbahnhof über die unterirdischen Gleise 4 bis 6 fahren können.

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Voraussichtlich ab Mitte der Woche kann laut Nordhessischem Verkehrsverbund NVV zunächst die Kurhessenbahn mit den Dieselfahrzeugen der Linien R38 einzelne Fahrten von und nach Schwalmstadt/Neuental in den Hauptverkehrszeiten und der R39 Richtung Bad Wildungen wieder den Hauptbahnhof bedienen.

Bei dem Unwetter am vergangenen Freitag hatten starke Sturmböen Teile des Dachs über den Gleisen und einem Nebengebäude in Nordflügel des Bahnhofs abgerissen. Dabei waren die Oberleitung samt Masten und auch Gleise stark beschädigt worden. Ganze Mauerstücke und schwere Stahlträger wurden dabei herausgerissen. Gebäudeteile flogen nach laut Bundespolizei zum Teil 80 Meter weit.

Massisve Schäden: Ganze Mauerteile und die komplette die Dachkostruktion hat es von den Bahnhofsgebäuden an der Nordseite gerissen.

Nach den ersten Aufräumarbeiten sind jetzt Bundesbahmitarbeiter für die Netzinstandhaltung dabei, mithilfe eines Hubwagens die Oberleitungen zu überprüfen und zu reparieren. Das betroffene Bahnhofsgebäude, das unter anderem als Lager diente, wurde abgesperrt und in offenbar einsturzgefährdeten Bereichen gesichert. Fachleuten müssten nun das Ausmaß der Schäden genauer unter die Lupe nehmen und dabei unter anderem die Statik des Gebäudes prüfen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Derzeit lasse sich noch nicht sagen, ob dieser Gebäudekomplex, der an das Grundstück für den geplanten Neubau des Fraunhofer Instituts grenzt, eventuell abgerissen werden muss. Auch die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.

Unwetter legte Kasseler Hauptbahnhof lahm

Die Informationen für NVV-Kunden waren am Wochenende zum Teil sehr dürftig, beschreibt auch ein HNA-Redakteur seine Erfahrungen. Auf der Internetseite habe es zeitweise keinen Hinweis auf die Sperrung am Hauptbahnhof gegeben. Wer zum Beispiel am Sonntag in Hann. Münden einstieg, wurde erst direkt nach dem Halt in Niedervellmar informiert, dass der Zug nach Wilhelmshöhe fährt. Die kurzfristigen Fahrplanänderungen beispielsweise wegen Betriebsstörungen pflegen die Leitstellen der Verkehrsunternehmen direkt ein, erläutert dazu ein NVV-Sprecher. Aufgrund des Ausmaßes der Störungen sei es dabei eventuell zu Irritationen gekommen. 

Aktuelle Infos gibt es unter www.nvv.de und www.bahn.de

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