Richtiges Verhalten auf Volksfesten

Kasseler Polizei gibt Tipps für einen Notfall auf dem Zissel

Auf dem Zissel sind die Streifen verstärkt worden: Die Wachpolizisten Daniel Gründel (links) und Ralf Bittner am Freitagnachmittag auf der Zisselmeile am Auedamm. Foto: Fischer

Kassel. Die Sicherheit beim Zissel steht dieses Jahr besonders im Blickpunkt. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich bei einem Notfall auf einem Volksfest richtig verhält.

VIER TAGE VOLKSFEST: Wir berichten die ganze Zeit über hier und auf Kassel-Live.

Nach Terrorangriffen, Amokläufen, aber auch sexuellen Übergriffen in der Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten rückt auch bei Kassels großem Volks- und Wasserfest die Sicherheit in den Fokus. Erst am Freitag machte über den Nachrichtendienst WhatsApp die Warnung vor einem angeblich geplanten Anschlag auf den Zissel die Runde - ohne dass es laut Polizei dafür tatsächlich einen Anhaltspunkt gibt.

Die Polizei wird beim Zissel mit Streifen auf jeden Fall deutlich präsenter als früher sein. Zudem gibt sie Tipps, wie sich Besucher bei größeren Veranstaltungen verhalten sollten:

• Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

• Sprechen Sie die Polizeistreifen an oder verständigen Sie sofort die Polizei über Notruf 110, wenn Sie sich bedrängt oder bedroht fühlen.

• Machen Sie durch lautes Rufen andere Menschen auf sich aufmerksam, wenn Sie Probleme haben.

• Wenn Sie sich unangemessen angesprochen oder bedrängt fühlen, bitten Sie gezielt Umstehende um Hilfe, z. B.: „Sie, der Herr mit der blauen Jacke, helfen Sie mir!“

• Zeigen Sie Zivilcourage und schauen Sie nicht weg, wenn andere Personen in Bedrängnis geraten.

• Machen Sie Ihrem Gegenüber deutlich, wenn Sie keinen Kontakt möchten.

• Beobachten Sie genau, prägen sich Tätermerkmale ein.

Falls sich Menschen bereits in einer bedrohlichen Situation befinden, gibt die Polizei folgende Verhaltensregeln:

• Wenn möglich, den Ort schnell verlassen (eingeschlagenen Weg fortsetzen oder sich zurückziehen).

• Durch Rufen (z. B. „Hilfe“, „Lassen Sie mich in Ruhe!“) Öffentlichkeit herstellen.

• Beim Siezen bleiben (Vermeidung des Eindrucks einer „Privatstreitigkeit“).

• Durch gezieltes Ansprechen Umstehender Hilfsbereitschaft erzielen.

• Diskutieren und Provozieren vermeiden.

• Selbst friedlich und fair bleiben.

• Körperkontakt mit Tätern vermeiden.

• Kommt es zu einem Übergriff, sollte sofort ein Fluchtweg gesucht und genutzt werden, um aus der Bedrohungssituation herauszukommen; ist dies nicht möglich, sollte man sich wehren, so gut es geht.

• Opfer geworden? Anzeige erstatten!

Regeln für den Ernstfall gibt es auch unter

www.aktion-tu-was.de

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