400.000 Besucher in der Innenstadt erwartet

Kasseler Stadtfest: Marketing weist Kritik an Programm zurück

Noch viel Arbeit bis zum Start am Freitagabend: 157 Gastronomiebetriebe und 27 Aussteller werden zum Kasseler Stadtfest erwartet. Unser Foto zeigt Peter Kudlek (links) und Miki Lazar (Firma Makom) beim Aufbau einer Stellwand auf dem Königsplatz. Fotos: Koch

Kassel. „Ohne Moos was los“: Mit diesem Slogan hat Andreas Bilo, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH, auf die Angebote beim Stadtfest aufmerksam gemacht.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen sei frei, das gebe es kaum noch in Deutschland, betont Bilo. Er freue sich auf sein erstes Stadtfest in Kassel, versicherte der neue Geschäftsführer.

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62 Musikgruppen und Auftritte, 157 Gastronomiebetriebe und 27 Aussteller werden zur großen Party am Pfingstwochenende (von Freitag bis Montag, 13. bis 16. Mai) angekündigt. In der Kasseler Innenstadt wird es Livemusik, Tanz- und Bühnenshows, Rummel sowie Angebote für Kinder und Jugendliche geben.

Eröffnung mit Salsa 

Ehe am Freitag gegen 19.30 Uhr auf der Bühne am Rathaus mit Salsa-Sänger Rey Valencia die Eröffnung gefeiert werden kann, haben Standbetreiber, Aussteller und Organisatoren noch viel Arbeit. Der Aufbau auf dem Friedrichs- und Königsplatz ist in vollem Gange. Auf dem Königsplatz beherrscht bereits das 48 Meter hohe Riesenrad „Roue Parisienne“ die Szenerie.

Wie Sprecherin Birgit Kuchenreiter und Bereichsleiterin Andrea Behrens von der Marketing GmbH berichteten, werden diesmal die Bühne am Rathaus, das Weindorf und das vor der documenta-Halle angebotene Kinderprogramm größer als im Vorjahr ausfallen. Ab dem Nachmittag präsentieren sich auf der Bühne auf dem unteren Friedrichsplatz die Nachwuchstalente aus Kassel und der Region.

Wiederum rechnen die Veranstalter mit rund 400 000 Besuchern. Allein auf der Bühne am Rathaus sind 20 Band-Auftritte vorgesehen - als Höhepunkt wird dort am Sonntagabend die Pop-Rock- und Alternative-Band Stanfour zu hören sein, zum Abschluss spielen dort Rockmachine auf.

Von Folk- bis Club-Rhythmen 

Eine Folk-Bühne mit Livemusik gibt es im Irischen Dorf des Irish Pub an der Wilhelmsstraße. Auf der Tanzbühne an der Wilhelmsstraße präsentieren sich Tanzschulen. Auf dem Opernplatz feiert die Szene zu Rhythmen vom Club 22. Neu beim Stadtfest ist die Street-Food-Karawane vor der AOK am Friedrichsplatz mit 27 Foodtrucks und Imbissständen. Das Angebot reiche bis zur „Insektenküche“, sagte Andrea Behrens.

Mit dem Stadtfest könne man ein Fan von Kassel werden, meinte Andreas Bilo. Wegen der documenta 2017 und dem geplanten Umbau der Königsstraße 2018 wird das nächste Stadtfest wohl erst 2019 stattfinden. „Vielleicht fällt uns aber auch noch eine Alternative ein“, sagte der Geschäftsführer der Marketing GmbH.

Marketing GmbH weist die Kritik zurück 

Früher war alles besser, früher gab es viel mehr Stars? Die Kritik am Stadtfest-Programm - vor allem den beklagten Mangel an bekannten Sängern und Gruppen - können die Verantwortlichen der Kassel Marketing GmbH nicht nachvollziehen. Bereichsleiterin Andrea Behrens und Sprecherin Birgit Kuchenreiter erklärten, das Stadtfest habe seit drei Jahren ein geändertes Konzept. Nach dem besonderen Jubiläums-Stadtfest beim Hessentag 2013 sei es das Ziel der Veranstalter, mit dem Fest breitere Bevölkerungsschichten anzusprechen und neue Zielgruppen zu gewinnen.

Das neue Konzept setze auf Themenplätze, wie das Programm für Kinder und Jugendliche sowie die Bühne für Nachwuchskünstler. Dass dieses Konzept ankomme, hätten die „sensationellen Besucherzahlen“ im vergangenen Jahr gezeigt. Trotz Hitze seien 2015 rund 400 000 Menschen auf das Stadtfest gekommen, betonte Andrea Behrens.

„Die Themenplätze sind genau richtig“, sagte Behrens. Zu anonymen Internet-Kommentaren nehme Kassel Marketing prinzipiell nicht Stellung, erklärte Birgit Kuchenreiter. Das Stadtfest-Konzept habe mit neuen Angeboten viele neue Besucher gewinnen können. So sei früher etwa Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren gar kein Programm geboten worden.

Konzerte in der Elisabethkirche 

Mit besonderen Orgelkonzerten stellt die Elisabethkirche am Friedrichsplatz zum zweiten Mal im Rahmen des Kasseler Stadtfestes die Bosch-Bornefeld-Orgel öffentlich vor. Das denkmalgeschützte Instrument war 2015 aus der evangelischen Martins- in die katholische Elisabethkirche umgezogen und kann so in Kassel erhalten bleiben.

Am Samstag, 14. Mai, gibt es von 16 bis 17 Uhr ein Kinder-Mitmach-Orgel-Konzert. Gemeinsam mit Schülern der Fridtjof-Nansen-Grundschule können Kinder spielerisch auf eine musikalische Entdeckungsreise gehen. Regionalkantor Thomas Pieper spielt die Orgel, die Moderation hat Lehrerin Rosi Lenk.

Das Ensemble „Kassel Brass“ präsentiert sich gemeinsam mit Organist Thomas Pieper bei einem Konzert für Orgel und Blechbläser am Sonntag, 15. Mai, ab 16 Uhr. Dabei stehen Werke der französischen Symphonik auf dem Programm.

Beim katholischen Pfingstgottesdienst am Sonntag ab 18 Uhr ist Sopranistin Traudl Schmaderer mit Orgelbegleitung zu hören.

Am Pfingstmontag beginnt in der Elisabethkirche um 11 Uhr das Preisträgerkonzert des 53. Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ im Fach Orgel. Der Wettbewerb mit rund 2500 Teilnehmern findet derzeit in Kassel statt.

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