Neustart verzögert sich: Kasseler Stadtmuseum öffnet im Juni 2016

Stadthistorie: Kai Füldner, Marlen Jank und Kathrin Schellenberg vom Stadtmuseum präsentieren erste Objekte, die im neuen Haus bereits angekommen sind. Sie halten einen großen Holzspahn der im Jahr 2000 in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissenen Treppe auf dem Königsplatz. Foto: Hedler

Kassel. Tücken der Inneneinrichtung verzögern den Neustart am Ständeplatz um wenige Wochen. Jetzt steht das konkrete Datum offiziell fest: Das frisch sanierte und erweiterte Stadtmuseum am Ständeplatz öffnet am Freitag, 17. Juni, für das Publikum wieder seine Türen.

Fast sechs Jahre des Wartens auf die Neueröffnung sind dann vorbei. Der zuletzt anvisierte Eröffnungstermin im Frühjahr 2016 verzögert sich um wenige Wochen, erklärte Museumschef Dr. Kai Füldner während einer Pressekonferenz.

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Als Grund gab er an, dass der Endspurt für die Inneneinrichtung wie Vitrinen, Präsentationen und Medientechnik zuletzt so manche Tücke imDetail zu Tage gefördert habe. Bis zu 18 verschiedene Firmen müssten da schon mal Hand in Hand arbeiten, damit das Ergebnis stimmt. Diese Koordination laufe nicht immer glatt.

Aber jetzt sei das gesamte hochmotivierte Stadtmuseumsteam um Kai Füldner und seine Stellvertreterin Kathrin Schellenberg zuversichtlich, dass in der ersten Januarwoche die ersten Vitrinen geliefert werden und man mit der Ausstellungsarchitektur loslegen könne. „Wir stehen in den Startlöchern.“ Die ersten Objekte sind bereits aus den Depots an den Ständeplatz gebracht worden. „Zug um Zug werden wir Etage um Etage bestücken.“

Insgesamt stehen dem Museum mit dem neuen Turm inklusive der Kassel-Loggia mit Blick auf die Wilhelmsstraße 1100 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Füldner will die Objekte in der Dauerausstellung klassisch-konservativ und möglichst historisch-authentisch präsentieren. Das neue Ausstellungsdesign bezeichnet er als „zurückhaltend modern“. Auch die Medieninszenierung sei eher dezent. Er verriet, dass es sich dabei um drei Neuheiten handelt: eine Beamer-Installation, eine „lebendige Landkarte“ mit bewegten Bildern, sowie ein Arrangement, das im Foyer des Museums zu sehen und zu hören sein wird, bei dem Objekte miteinander „kommunizieren“. Als museumspädagogische Elemente wird es weitere moderne Medien geben.

Peppiger, unkonventioneller und effektvoller werden die Sonderausstellungen gestaltet sein. Sie sollen stets auch eine Verbindung zur Dauerausstellung herstellen.

Für die aktuelle Ausstellugn ist bereits jetzt schon ein Teil des Stadtmuseums für Publikum geöffnet: Im neuen Gebäudetrakt, dem „Geschichtsturm“, ist noch bis 14. Februar „Utopie-documenta“ zu sehen, eine Schau im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre documenta“.

Als zweite Sonderausstellung werden im Anschluss zusammen mit dem Stadtarchiv Fotos von Carl Eberth (1882-1955) gezeigt. 

Für Herbst ist dann die erste vom neuen Museumschef Füldner selbst kuratierte Sonderschau vorgesehen. Unter dem Titel „Dein Stadtmuseum“ werden noch nie gesehene stadthistorische Privatobjekte der Kasseler Bevölkerung ausgestellt. „Wir bekommen jetzt schon die originellsten Sachen“, sagt Füldner und freut sich: „Das wird richtig gut.“

Die Ausstellung „Utopie-documenta“ ist im Stadtmuseum zu sehen: Di, Do, Fr, Sa und So:12 bis 17 Uhr, Mi: 12 bis 20 Uhr.  

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