Koalitionssuche in Kassel: SPD spricht mit CDU, FDP und Grünen

Kassel. Nach dem Verlust der rot-grünen Mehrheit in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung will die SPD jetzt in Koalitionsverhandlungen mit CDU, Grünen und FDP einsteigen.

Uwe Frankenberger

Der Unterbezirksausschuss der Kasseler Sozialdemokraten habe Gespräche mit diesen drei Parteien beschlossen, erklärt Unterbezirksvorsitzender und Landtagsabgeordneter Uwe Frankenberger. Er hatte bei der Kommunalwahl am 6. März nicht mehr für ein Stadtverordneten-Mandat kandidiert, gehört also der neuen SPD-Rathausfraktion nicht mehr an.

Die bisherige Rathaus-Kooperation aus SPD und Grünen hat nach den massiven Verlusten bei der jüngsten Wahl nur noch 34 Stimmen im Stadtparlament mit 71 Sitzen. Die SPD als stärkste Fraktion mit 21 Sitzen muss nun eine neue Mehrheit organisieren.

Eine große Koalition mit der CDU (15 Sitze) würde die denkbar knappste Mehrheit von 36 Sitzen ergeben. Eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen (13 Sitze) und den Kasseler Liberalen (vier Sitze), die zu den Wahlgewinnern gehören, würde eine sichere Mehrheit von 38 Stimmen ergeben.

Am 11. April tritt die neugewählte Stadtverordnetenversammlung zur konstituierenden Sitzung zusammen. Es ist davon auszugehen, dass bis dahin eine neue Rathauskooperation – entweder rot-schwarz oder rot-gelb-grün – und damit eine neue Mehrheit steht.

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Rubriklistenbild: © dpa

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