Kommentar zu den Trinkgelagen in Kassel: Es stinkt gewaltig

Kassel. Es stinkt gewaltig am Friedrichsplatz. Ganz wörtlich, von den Hinterlassenschaften der Trinker, aber auch im übertragenen Sinn. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Denn was geschieht, um ein großes Problem in der Innenstadt zu lösen? Nichts.

Die Stadt fährt stattdessen argumentativ große Geschütze auf und verweist auf Grundrechte. Die Stadtreiniger verteilen graue Mülltüten, die den Platz zusätzlich verschandeln, und schiebt das Problem den Geschäftsleuten in die Schuhe. Die kommen mit ihren Putzeinsätzen kaum mehr nach.

Es geht hier nicht um ein stilles Feierabendbierchen in der Öffentlichkeit, sondern um Kot im Parkhaus, Urin an den Geschäftshäusern, Schlägereien und Gejohle. Es geht also um diverse unerträgliche Belästigungen, die Besucher der Innenstadt nicht länger ertragen wollen.

Die Stadt ist hier am Zug. Wer in der Öffentlichkeit mit seinem Verhalten andere belästigt, muss Konsequenzen spüren. Etwa vom Platz verwiesen werden. Vergleiche hinken - aber für randalierende Fußballfans gibt es auch Stadionverbote.

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