Besondere Deko für den 30. Geburtstag

Kulturzelt Kassel: Hauptsponsor Wintershall ermöglicht viele Konzerte

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Geburtstagsgeschenke: 50 Biergarten-Korbstühle sowie neue rote Planen für die Gastro-Zelte am Kulturzelt hat Hauptsponsor Wintershall spendiert. Von links Programmmacher Lutz Engelhardt, Wintershall-Vorstandschef Mario Mehren und Organisatorin Angelika Umbach.

Kassel. Im Kulturzelt-Biergarten an der Drahtbrücke ist alles bereit für den Saisonstart am Freitag. Neue Akzente deuten schon auf den 30. Geburtstag des Sommerfestivals hin.

Dafür haben die beiden Gastro-Zelte eine neue, feuerrote Bespannung bekommen. „Das wird mit Beleuchtung im Dunklen sehr toll aussehen“, sagt Organisatorin Angelika Umbach. Außerdem gibt es Lichtkugeln in den Bäumen sowie 50 neue Korbsessel in verschiedenen Rot- und Lilatönen, die die Bestuhlung im Biergarten ergänzen.

Spendiert hat das alles Kulturzelt-Hauptsponsor Wintershall. Seit etwa 1990 - also fast seit den ersten, bescheidenen Anfängen - unterstützt der Kasseler Öl- und Gaskonzern das Festival an der Fulda mit einem jährlichen Sockelbetrag für die Programmplanung. „Und wir helfen immer wieder zwischendurch, wenn etwas Besonderes anliegt“, sagt Wintershall-Vorstandschef Mario Mehren.

Solche besonderen Anlässe waren etwa die Anschaffung des temporären Hallenbaus 2010 als Ersatz fürs alte Zirkuszelt oder die aufwändigen Schallschutz-Nachrüstungen im Vorjahr. Die Wintershall AG macht keine Angaben über die Größenordnung des Finanz-Engagements, das insbesondere ab 1994 bedeutsam wurde, als das Kulturzelt von der Stadt Kassel in die Trägerschaft eines Veranstaltervereins überging. Für das Konzertangebot sei die Hilfe durch Wintershall jedenfalls erheblich, sagt Programm-Macher Lutz Engelhardt: „Wir können dadurch Dinge tun, die ein Veranstalter sonst nie riskieren würde.“ Also Künstler einladen, die vorverkaufsmäßig keine Selbstläufer, jedoch immer wieder musikalische Entdeckungen sind.

An der jährlich konstanten Förderhöhe werde auch in unternehmerisch schwierigen Zeiten nicht gerüttelt, betonte Mehren: „Das Kulturzelt steht für uns für Qualität, und damit identifizieren wir uns gern. Wir fühlen uns nach den vielen Jahren auch als Teil davon.“

Vor allem auch habe das Festival unter den 700 Kasseler Wintershall-Beschäftigten einen großen Stellenwert, sagte Mehren. Gerade eine international ausgelegte Belegschaft schätze ein solch hochwertiges Konzertangebot. Es gebe firmenintern einen regen Tauschhandel mit Tickets, deren Inhaber aus Termingründen nicht zu Konzerten kommen könnten. Wintershall-Beschäftigte - die wie alle anderen den vollen Kartenpreis zahlen - kaufen nach Schätzung von Lutz Engelhard jede zehnte Karte der Kulturzelt-Saison.

Konzernchef Mehren, seit einem Jahr auf dem Führungsposten, schätzt das Kulturzelt als Gast und Musikfan bereits seit etwa zehn Jahren, wie er sagte. In jeder Saison gehe er neben seinen Sponsorenpflichten ganz informell zu zwei, drei Konzerten an der Drahtbrücke.

Und dieses Jahr? „Bei Candy Dulfer werden wir leider in Urlaub sein“, bedauert er. Den Auftritt des jungen Songwriters Joris „haben unsere Kinder zum Pflichttermin erklärt“. Und der Abschlussabend mit den 17 Hippies sei einfach Kult.

Zwei weitere gastronomische Anbieter gibt es dieses Jahr ergänzend im Kulturzelt-Biergarten an der Drahtbrücke: Frisch gebackene Waffeln aus regionalem Dinkelmehl und Bio-Eiern mit Frucht- und Schmandtopping servieren Silke Schuster-Hoffmann und Melanie Kropf an ihrem Waffelstand namens „Avec Plaisir“.

Neu ist außerdem „Cho’s Eiscreme“: An diesem Stand von Chonnipa Engelhard bekommt man kühle Eissorten zu heißen Konzert- oder sommerlichen Biergartenabenden.

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