316 Fahrzeuge wurden im Kasseler Osten von Polizei kontrolliert

Autofahrer geriet mit 3,1 Promille in Kasseler Polizeikontrolle

Kassel. 316 Fahrzeuge und 460 Personen sind zwischen Samstagabend und den frühen Morgenstunden des Sonntags im Kasseler Osten von der Polizei kontrolliert worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz galt besonderes Augenmerk jungen Verkehrsteilnehmern.

Den unrühmlichen Höhepunkt lieferte dabei allerdings kein junger Mensch, sondern ein 64-Jähriger aus dem Landkreis Höxter. Er war mit seinem Auto und über 3,1 Promille auf der Leipziger Straße unterwegs. Der Mann war Beamten des Reviers Ost kurz nach Mitternacht aufgefallen, als er Schlangenlinien fahrend stadtauswärts unterwegs war.

Als der Fahrer bei der Kontrolle die Fahrertür öffnete, fielen den Beamten zwei leere Schnapsflaschen vor die Füße. Nachdem er ausstiegen war, musste er sich zudem an seinem Fahrzeug festhalten, um nicht umzufallen. Da der Alkoholtest den Wert von über 3,1 Promille zutage brachte, nahmen die Beamten den 64-Jährigen mit aufs Revier, wo sie ihm von einem Arzt eine Blutprobe entnehmen ließen. Er muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.

Die Beamten veranlassten neben einigen Drogentests insgesamt 86 Atemalkoholtests und hätten eine überaus positive Bilanz ziehen können. Nur in zwei Fällen stellten sie Fahrzeugführer fest, die sich offenbar im alkoholisierten Zustand ans Steuer ihrer Wagen gesetzt hatten.

Nicht zuletzt aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls mit tödlichem Ausgang auf der Dresdener Straße im Januar dieses Jahres gilt Rasern eine besondere Aufmerksamkeit bei polizeilichen Kontrollen. „Durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit und illegale Autorennen gefährden die oftmals jungen Fahrer nicht nur sich selbst, sondern setzen auch ihre Mitmenschen einem hohen Risiko aus, in einen Verkehrsunfall mit schweren Folgen verwickelt zu werden“, so Mänz. So waren die Beamten im Rahmen dieser Kontrollaktion auch in zivilen und mit spezieller Geschwindigkeitsmesstechnik ausgerüsteten Fahrzeugen unterwegs, um Rasern das Handwerk zu legen. Dabei überprüften sie auch „getunte“ Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit. Für zwei Fahrzeugbesitzer dürfte dieser Abend unangenehme Konsequenzen haben. Bei ihnen war aufgrund von Veränderungen am Fahrzeug die Betriebserlaubnis erloschen.

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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