Selbstvertrauen schützt vor Sucht

Medien machen Schule: Was bewirken Computerspiele bei Erwachsenen und Kindern?

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Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der Klasse G9a der Heinrich-Schütz-Schule in Kassel über das Thema Computerspiele und Sucht geschrieben.

Kassel. Computer und Konsolenspiele sind bei vielen Leuten total angesagt. In diesem Jahr wollen die Deutschen fast 2 Milliarden Euro dafür ausgeben. Computerspiele faszinieren Kinder besonders. Elektronische Spiele machen nicht nur Spaß, sondern vertreiben Langeweile und bieten die Möglichkeit, viele Dinge zu tun, die sonst nicht möglich sind. Wenn Kinder jedoch in der Schule gemobbt werden oder keine Freunde finden, sind sie einem hohen Suchtpotenzial ausgesetzt. Kinder, die übermäßig viel am Computer oder an der Konsole spielen, sind meistens sehr unzufrieden in manchen Lebensbereichen und werden schneller aggressiv. Besonders Online-Spiele zählen zu den Spielen, die ein höheres Suchtpotenzial aufweisen. Der beste Schutz vor den Risiken ist ein starkes Selbstvertrauen und Freunde, mit denen man auch mal draußen etwas unternehmen kann.

Ein sehr populäres Vorurteil ist, dass sogenannte Ballerspiele gewalttätig und aggressiv machen und die Kinder irgendwann nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Eltern fragen sich oft, warum diese Spiele nicht schon längst verboten wurden. Das liegt daran, das medial vermittelte Gewalt nicht die Ursache für Gewalt ist. Die Ursachen sind im realen Leben zu finden. Kinder mit guten Beziehungen zu Familie, Freunden, Lehrern und anderen Personen, werden weder durch Gewaltdarstellungen im Fernsehen und in Filmen, noch durch Computer und Konsolenspiele mit aggressiven Inhalten gewalttätig. Medial vermittelte Gewalt kann jedoch aggressives Verhalten fördern, wenn die Kinder und Jugendlichen selbst Gewalt erfahren haben z.B. durch Misshandlung, wenn sie von den Eltern nicht beachtet werden oder wenn sie sozial isoliert sind. Das Problem liegt hauptsächlich in der Isolation. Dann ist es die Aufgabe der Eltern, einzugreifen. Ein harter Entzug ist aber nicht die Lösung.

Hier wäre es besser, sich Rat von einem Pädagogen einzuholen. Am besten wäre es, wenn das Kind Freunde findet, mit denen es seine Freizeit draußen verbringen kann. Eine weitere Alternative ist eine Sportart, wie Fußball oder Tennis.

Von Nicklas Noll und Lukas Werner 

Anmerkung:  Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind

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