Der japanische Verkleidungstrend – immer öfter auch in Deutschland

Medien machen Schule: Cosplay – kunterbunter Verkleidungsspaß

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Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der Klasse 8b der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel über das Kostümphänomen Cosplay geschrieben.

Cosplay: ein Hobby aus Japan, das auch unter deutschen Jugendlichen immer beliebter wird. Aber was ist das eigentlich? Junge Cosplayer erklären die Connichi, den Japantag und Co.

Das Erste, was einem dazu einfällt, sind wohl bunt verkleidete Leute, die versuchen sich wie Anime-Charaktere zu verhalten. Doch kaum einer weiß, was das sogenannte Cosplaying eigentlich ist. Der Verkleidungstrend wurde in den 1980er Jahren in den USA erfunden und wird auch in Deutschland seit den 1990er Jahren betrieben. Das Wort Cosplay leitet sich von den englischen Wörtern costume (Kostüm) und play (spielen) ab. Das bedeutet, dass man nicht nur versucht, seinen Lieblingscharakter so detailgetreu wie möglich in einem Kostüm darzustellen, sondern sich auch wie er verhalten soll.

Als Außenstehender ist es schwer nachzuvollziehen, worum es beim Cosplaying eigentlich geht, weshalb wir drei junge Cosplayer zu ihren Ansichten befragt haben. Unsere befragten Personen sind im Vergleich zu anderen Cosplayern noch verhältnismäßig unerfahren, sie cosplayen seit je ein bis drei Jahren. Als wir uns informierten, wo sie denn cosplayen, antworteten sie, dass man dies auf  Messen - sogenannten Conventions - täte, wie beispielsweise, auf der Kasseler Connichi. Zurzeit cosplayen sie Asuna Yuuki aus dem Animationsfilm und Manga-Comic Sword Art Online,den Charakter Frisk aus Undertale, einem Videospiel, sowie Chara Dreemurr, ebenfalls eine Figur aus Undertale. „Für ein einfacheres Cosplay braucht man etwa ein bis zwei Wochen, jedoch dauert es länger, die Materialien zu beschaffen und für aufwendigere Sachen braucht man natürlich etwas länger“ antworteten die Cosplayer, als wir wissen wollten, wie lange sie ihre Kostüme vorbereiten. Allerdings nähen auch nicht alle ihre Kostüme selbst. Eine unserer drei befragten Personen überlässt dies bisher lieber geübteren Schneidern und bestellt die Kostüme aus dem Internet.

Die Gründe hinter dem bizarren Hobby seien nicht nur, dass man daran Spaß habe und in eine andere Rolle schlüpfen könne, sondern auch, dass man viele neue Menschen kennenlerne. „Es ist wirklich toll, wenn man als Charakter von anderen Fans erkannt wird und so auch gleich Leute findet, die einen verstehen." Laut der Meinung der Jugendlichen gibt es beim Cosplayen jedoch nicht nur Vorteile. Ein großer Nachteil sei beispielsweise die Wetterlage. „Natürlich passiert es nicht selten, dass es auf einer Convention besonders kalt wird, man sich jedoch ein knappes Kleid genäht hat oder man einen Tag lang bei 30 Grad in einem dicken Pulli umherläuft." Außerdem beklagen sie sich über „die Unhandlichkeit von Kleidern oder ähnlich ausgefallener Kleidungsstücke."

Die nächste Connichi findet vom 16. bis zum 18.September in Kassel statt. Für ein gutes Kostüm sollte man also am besten jetzt schon anfangen, sich Gedanken zu machen. 

Von Jasmina Lonic, Klara Ludwig, Pia Wolfer und Christina Michler

Anmerkung: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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