Erhöhte Alarmbereitschaft in Kassel

Nach Gewalttaten in Bayern: Mehr Polizei beim Zissel unterwegs

Kassel. Wenn ab Freitag in Kassel wieder Zissel gefeiert wird, dann werden die Besucher auf mehr Polizisten als in den Vorjahren treffen.

Lexikonwissen:

Der Zissel im Regiowiki

Deutlich mehr Funk- und Fußstreifen sollen beim größten nordhessischen Volks- und Wasserfest eingesetzt werden. Damit reagiert die Polizei auf die Gewalttaten in München und Ansbach.

Nach dem Amoklauf in der bayerischen Landeshauptstadt und dem Selbstmordanschlag in Ansbach bestehe zumindest eine erhöhte abstrakte Gefahr, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. „Es kann selbstverständlich auch nicht ausgeschlossen werden, dass Veranstaltungen auch in unserer Region Ziele von möglichen Attentätern werden könnten.“ Allerdings lägen der Polizei keine Hinweise vor, „dass konkrete Anschläge geplant oder vorbereitet werden“, so Werner.

Die Polizeipräsenz beim Zissel werde in Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Stadt Kassel, der Bundespolizei sowie dem eingesetzten Sicherheitsunternehmen erhöht. Die Kasseler Polizei werde „verdeckte und offene Maßnahmen ergreifen“, um die Veranstaltung zu schützen. Auch Interventionsteams und Spezialkräfte seien bei Bedarf sofort einsetzbar.

Alle aktuellen Informationen sowie Fotos zum Zissel finden Sie bei Kassel-live.de

Nach dem Amoklauf in München und dem Anschlag in Ansbach hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter darüber nachgedacht, Rucksäcke auf dem Oktoberfest zu verbieten. Polizeisprecher Werner steht diesem Vorschlag skeptisch gegenüber. „Es ist fraglich, ob solche Maßnahmen zielführend sind, weil ein Sprengsatz zum Beispiel auch in einer Umhängetasche transportiert werden kann.“

Die Polizei appelliert an alle Besucher des Zissels, die verdächtige Wahrnehmungen machen, sich umgehend über Notruf 110 zu melden.

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