Polizei verhindert Eskalation

Nach VGH-Entscheidung zu Demos: Gegner verdrängten Kagida

Kassel. Zu einer direkten Konfrontation von Anhängern der Gruppe Kagida und ihren Gegnern kam es am Montagabend auf dem Scheidemannplatz in Kassel dank der Polizei nicht.

Mit mehreren Hundert Einsatzkräften und Dutzenden von Mannschaftswagen hatte die Polizei den Scheidemannplatz komplett gesperrt und damit die Gruppen (rund 80 Anhänger von „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes (Kagida)“ und 170 Gegendemonstranten) voneinander getrennt. Es kam über Stunden zu Behinderungen.

Dass es zu dieser Situation gekommen war, lag an einem juristischen Tauziehen, das sich erst wenige Stunden vor Beginn der Demos durch eine Eilentscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) löste. Kagida-Gegner vom sogenannten „Arbeitskreis Casseler Autonomer Berufsdemonstrant_innen“ hatten für 18 Uhr eine Kundgebung vor dem Frankonia-Geschäft angemeldet. Das Ordnungsamt habe diese mit dem Hinweis verboten, dass dort Kagida ab 18.30 Uhr demonstriere. Dieses Verbot habe der VGH aufgehoben, so Pressesprecher Harald Pabst. Zur Begründung sagte er am Montag nichts.

Kagida-Demo und zwei Gegenveranstaltungen am Scheidemannplatz

In eilig einberufenen Gesprächen hatten Vertreter von Ordnungsamt und Polizei am Nachmittag versucht, eine Einigung mit den Demonstrationsanmeldern zu erreichen. Danach sollte die Kagida-Demo vor dem Gebäude der Kasseler Bank stattfinden. Vor dem Frankonia-Geschäft demonstrierte der „Arbeitskreis Casseler Autonomer Berufsdemonstrant_innen“. Vor der Handwerkskammer/Ecke Treppenstraße demonstrierten die Jusos.

Die Polizei verhinderte auch dieses Mal Übergriffe einiger Gegendemonstranten auf den Kagida-Zug.

Rubriklistenbild: © Koch

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.