Neuer Chic für 50-Jahre-Bau an Friedrichsstraße in Kassel

Bald soll es losgehen: Die Kasseler Projektentwickler DGS Management hat den 1950er-Jahre-Bau (Bildmitte) an der Friedrichsstraße gekauft und will ihn zu einem moderenen Bürohaus ausbauen. Foto: Rudolph

Kassel. Aus drei mach fünf: Ein Bürogebäude an der Friedrichsstraße, direkt gegenüber dem Parkhaus, soll um zwei Geschosse aufgestockt und grundsaniert werden.

Das Haus, in dem sich bis vor Kurzem das Beratungscenter für Freiwilligendienste von Volunta befand, hat kürzlich den Eigentümer gewechselt.

Der Projektentwickler DGS Management hat den 1950er-Jahre-Bau von einem Kasseler Privateigentümer gekauft. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagt DGS-Geschäftsführer Michael Kopeinigg. Die DGS will nun rund eine Million Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes investieren. Das Kasseler Unternehmen errichtet derzeit auch ein großes Studentenwohnheim an der Weserspitze.

Das Haus an der Friedrichsstraße soll von 500 auf 700 Quadratmeter Nutzfläche erweitert werden, sagt Architekt Igor Vrána von dem beauftragten Büro Westermann Architekten. Bisher hat das Gebäude drei Obergeschosse, die komplett saniert und mit neuer Heizung und neuen Fenstern ausgestattet werden sollen. Die zusätzliche Fläche wird zwei weiteren Etagen geschaffen. Der fünfte Stock soll dabei eine Art Penthouse mit großer Glasfront werden. Die gesamte Fassade, derzeit wenig ansprechend, soll wärmegedämmt und schön gemacht werden, so Kopeinigg.

Der Eingangsbereich neben der großen Durchfahrt wird um ein gläsernes Foyer erweitert. Die Pkw-Stellflächen im Hof hinter dem Haus werden ebenfalls neu gestaltet.

Penthouse ragt heraus: Das oberste Geschoss soll mit einer großen Glasfront und Dachterrasse versehen werden. Ansicht: Westermann Architekten/nh

Alle Etagen sollen auch künftig als Gewerbeflächen genutzt werden. Einen Teil wird die DGS, die ihren Sitz in der Nähe an der Friedrich-Ebert-Straße hat, selbst beziehen. Den Rest werde man für neun bis zehn Euro (kalt) pro Quadratmeter vermieten, sagt Kopeinigg. Interessenten gebe es bereits: unter anderem Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzleien. Büros seien in Kassel sehr gefragt. „Der Markt ist absolut leergefegt.“

In wenigen Wochen soll die Entkernung des bereits leer stehenden Hauses beginnen. Bis Ende März nächsten Jahres soll alles fertig sein.

Volunta jetzt am Königsplatz 

Die DRK-Tochter Volunta, die seit über zehn Jahren in dem Gebäude ansässig war, ist zum Oktober an den Königsplatz 53 (über der Bäckerei Kamps) umgezogen. Man habe ohnehin nach neuen Räumlichkeiten gesucht, sagt Melanie Beck, Regionalleiterin Nordhessen bei Volunta. Daher habe man die Räume an der Friedrichsstraße im Einvernehmen aufgegeben. Während der Sanierung hätte man dort ohnehin nicht bleiben können. Die Beratung und Schulung der Freiwilligendienst-Leistenden wäre während der Arbeiten nicht möglich gewesen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.