Awo Nordhessen an der Spitze bei der stationären Altenhilfe in der Region

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Seit über 30 Jahren im Awo-Vorstand: Vorsitzender Fred Gieseler verabschiedet sich in den Ruhestand. 

Kassel. Die Vertreter von 6000 nordhessischen Mitgliedern der Awo Nordhessen treffen sich morgen in Kassel zur Bezirkskonferenz, um nach vier Jahren Arbeit Bilanz zu ziehen.

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordhessen hat sich in der Region unter den freien Trägern an die Spitze für stationäre Altenhilfe gesetzt.“ 29 Awo-Pflegeheime bieten mit 2331 Plätzen „fast flächendeckend einen passenden Betreuungsplatz“, so Awo-Sprecherin Sigrid Wieder. „Damit sind wir der größte Anbieter in Nordhessen.“

Das ist ein Aspekt der Bilanz für die Jahre von 2012 bis 2015, der morgen während der Bezirkskonferenz des Awo-Bezirksverbands Hessen Nord behandelt wird. Im Kasseler Rathaus treffen sich hierfür die Vertreter von insgesamt 6000 Vereinsmitgliedern der Awo Nordhessen.

Die Bilanz, die wir vorlegen, fällt positiv aus“, sagt Sigrid Wieder. In den vergangenen fünf Jahren wurden 600 zusätzliche stationäre Pflegeplätze geschaffen und es entstanden 500 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Das ist ein Viertel der heute 2000 Beschäftigten.

„Täglich werden 900 Essen ausgefahren. Insgesamt versorgen wir stationär und ambulant 6000 Menschen“, sagt Geschäftsführer Michael Schmidt.

Auch die Finanzen können sich sehen lassen: Das Umsatzvolumen lag 2015 bei 91,5 Millionen Euro. 2012 lag es noch bei 72 Millionen Euro. „2016 werden wir die 100 Millionen knacken“, prognostiziert Schmidt. Bei einer Quote von über 60 Prozent Eigenkapital könne entspannt geplant werden und neue Investitionen ins Auge gefasst weden. „Seit fünf Jahren brauchen wir für die laufende Finanzierung keine Fremdmittel“, sagt der Awo-Vorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende Fred Gieseler: „Wir sind ein gesundes, solides Unternehmen.“ Alle erwirtschafteten Überschüsse würden in soziale Projekte investiert.

Die Gesundheit der gemeinnützigen Gesellschaft stehe im Zusammenhang mit der hohen Auslastung der Pflegeheime, die in den meisten Einrichtungen gegen hundert Prozent strebe, so Schmidt.

Auf den Trend von Menschen ab 60 Jahren zum Wohnen in barrierefreien Wohnungen mit dem Angebot von stationärer Pflege reagiert die Awo ebenfalls: Sie betreibt inzwischen 13 Wohnanlagen mit 500 Wohnungen. „Da werden wir in Zukunft noch weiter expandieren“, sagt Schmidt.

Er betonte, dass viele Kreisverbände auch in der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe sehr aktiv seien.

Ein wichtiges Standbein sind die sechs Altenpflegeschulen der Awo in Kassel, Fulda, dem Kreis Fulda, Marburg, Homberg und Eschwege. Hier werden jährlich rund tausend Schüler ausgebildet, das sind 20 Prozent aller Altenpfelgeschüler in ganz Hessen. Schmidt: Die dezentrale Ausrichtung unserer Schule ist ein Grund für unsere hohen Schülerzahlen.“

Ein Tagesordnungspunkt während der Bezirkskonferenz ist die Verabschiedung von Fred Gieseler (80), der seit 40 Jahren Mitglied der Awo Nordhessen ist und seit zwölf Jahre ihr Vorsitzender.

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