Briefwahlunterlagen nun erhältlich

Ortsbeirat Kassel Mitte: Jetzt wird wieder gewählt

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Mit dem Musterstimmzettel in der Briefwahl-Kabine: Ralf Ritter (links) und Arthur Costigliola von der Wahlbehörde im Kasseler Rathaus.

Kassel/Mitte. Erstmals muss in der Stadt Kassel die Wahl eines Ortsbeirats wiederholt werden. Das ist seit Montag per Briefwahl möglich.

Die Stimmabgabe zur Kommunalwahl am 6. März im Stadtteil Mitte war für unzulässig erklärt worden, weil eine gewählte Kandidatin nicht im Stadtteil wohnte. Der Nachwahltermin ist Sonntag, 25. September. Seit Montag besteht für die mehr als 6300 Wahlberechtigten die Möglichkeit, ihre Briefwahlunterlagen zu beantragen oder aber ihr(e) Kreuzchen bereits direkt im Briefwahlbüro im Kasseler Rathaus zu machen.

Die Wahlkabine ist neben dem Info-Schalter im ersten Stock des Rathauses aufgebaut worden, dort kann wie gewohnt kumuliert und panaschiert werden. Bis Montagmittag hatte dort aber noch niemand seine Stimme(n) abgegeben, berichteten Ralf Ritter und Arthur Costigliola von der Wahlbehörde.

Bei der Neuwahl des Ortsbeirats Mitte treten fünf Parteien an. Neben CDU, SPD, Grünen und FDP, die bereits am 6. März mit Kandidaten am Start waren, sind nun auch die Freien Wähler dabei. Insgesamt stehen 17 Kandidaten zur Auswahl. Darunter sind alle, die bereits als Mitglieder in den Ortsbeirat gewählt worden waren. Die Wahlvorschläge und Kandidaten im Überblick (jeweils in der Reihenfolge der Listen): • CDU: Siegrid Werner und Joachim Hoesch • SPD: Marion Streich, Lars Hennemann, Susanna Zeidelmann und Sabine Wurst • Bündnis 90/Die Grünen: Miriam Winklhöfer, Christof Stefaniak, Sybille Troll, Vanessa Gronemann und Ina Rudolph-Lösel • FDP: Bernhard Brunsch, Jürgen Menzel-Machemehl und Sören Menzel-Machemehl • Freie Wähler: Dr. Bettina Dodenhöft, Detlev Hafermaas und Dr. Martin Dodenhöft.

Im Ortsbeirat Mitte sind neun Sitze zu vergeben. In den wenigen Sitzungen des Stadtteilgremiums nach der Kommunalwahl sah die Verteilung so aus: Grüne (vier Sitze), SPD (2), CDU (2) und FDP (1). Zum Ortsvorsteher war Christof Stefaniak von den Grünen gewählt worden (Hintergrund).

Nach Angaben der Stadt können alle Wahlberechtigen ab sofort und bis 23. September an der Information im Rathaus die Briefwahlunterlagen beantragen oder abholen. Die Wahlbenachrichtigungen sollen bis 4. September per Post zugestellt werden. Wer bis dahin keine Benachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, der sollte sich erkundigen, ob er im Wählerverzeichnis eingetragen ist und sich gegebenenfalls nachtragen lassen.

Online-Formular 

Die Briefwahlunterlagen können auch per Online-Formular auf www.stadt-kassel.de angefordert werden. Dann werden sie an die Wohnungs- oder Urlaubsanschrift zugestellt. Zur schriftlichen Beantragung muss die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausgefüllt, unterschrieben und im frankierten Umschlag an die Stadt Kassel, Bürgeramt/Wahlen, Obere Königsstraße 8, 34117 Kassel, gesendet werden. Unterlagen können zudem mit einer E-Mail an briefwahl@kassel.de beantragt werden.

Nähere Informationen zur Ortsbeiratswahl unter der Behördennummer 115 (ohne Vorwahl) oder 0561 / 787787.

Kommunalwahl 2016: Beteiligung lag bei 38,8 Prozent im Stadtteil

Bei der Kommunalwahl am 6. März 2016 sind im Stadtteil Mitte die Stimmen für die Kasseler Stadtverordnetenversammlung und für den Ortsbeirat abgegeben und ausgezählt worden. Bei der Nachwahl am 25. September geht es nun lediglich um die für ungültig erklärte Ortsbeiratswahl. Weil es sich um die erste Einzelwahl in einem Stadtteil handelt, wird die Wahlbeteiligung mit Spannung erwartet. Bei der Ortsbeiratswahl im März gaben im Stadtteil Mitte von den 6387 Wahlberechtigten nicht einmal die Hälfte ihre Stimme ab. 2481 Wähler wurden gezählt, das entsprach einer Wahlbeteiligung von 38,8 Prozent.

Die Grünen holten damals die meisten Stimmen und Sitze im Ortsbeirat und stellten mit Christof Stefaniak auch den Ortsvorsteher. Die Ergebnisse im Überblick:

• Grüne: 39,7 Prozent (+4,56 gegenüber 2011), vier Sitze

• CDU: 25,4 Prozent (+2,57), zwei Sitze

• SPD: 23,71 Prozent (-12,65), zwei Sitze

• FDP: 11,2 Prozent (+5,52), ein Sitz.

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