Umbau kurz vor Abschluss

Schönheitskur: GWG sanierte Gebäude am Graben für 4,3 Millionen Euro

Ein ganz neues Bild: Die Gebäude am Graben gegenüber dem Eingang zur Markthalle wurden für 4,3 Mio. Euro umgebaut. Derzeit läuft der letzte Bauabschnitt. Foto: Ludwig

Mitte. Sie sieht aus wie neu gebaut: Dabei ist die gut 60 Jahre alte Häuserzeile am Graben 5-11, die sich gegenüber der Markthalle erstreckt, lediglich umfassend modernisiert worden.

Das seit 2013 laufende Umbauprojekt der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) hat 4,3 Mio. Euro gekostet und steht nun kurz vor dem Abschluss.

In vier Bauabschnitten wurden die vier aneinanderhängenden Gebäude aus den 1950er-Jahren saniert. Der letzte Bauabschnitt, der den Umbau des Hauses Graben 11 vorsieht, ist in den letzten Zügen. Die Außenanlagen im Hinterhof folgen in Kürze.

Vorher: Einer der früheren Eingänge. Foto: GWG

Bei der Modernisierung erhielten die Gebäude nicht nur ein völlig neues Gesicht. Im Inneren sind helle Wohnungen mit größeren Räumen und zeitgemäßen Bädern entstanden. Dafür seien Grundrisse verändert, Sanitärbereiche erneuert und Balkone sowie Terrassen angebaut worden, teilt die GWG mit. Auch die Fassade hat sich deutlich verändert: Markant sind die bodentiefen Fenster mit den Schiebeläden. Aber auch die Eingangsbereiche wurden komplett umgestaltet.

Zeitweiser Auszug war nötig

Um die Bauarbeiten erledigen zu können, mussten die Mieter zeitweise ausziehen. Für den Zeitraum von jeweils fünf bis sechs Monaten stellte die GWG Ersatzwohnungen im Quartier zur Verfügung. Die Kosten für den Umzug übernahm die Wohnungsbaugesellschaft.

Bei der Rückkehr kamen die Mieter in ganz neue Wohnungen. Die Geschosshöhen wurden durch das Freilegen von Stahlbetonrippen optisch erhöht und unter den neuen Parkettfußböden befindet sich eine Fußbodenheizung. Auch der Schallschutz wurde verbessert.

Der höhere Wohnkomfort ist nicht umsonst: Die Mieten wurden erhöht. Lagen die Kaltmieten in den Häusern früher durchschnittlich bei 4,60 Euro sind es jetzt im Schnitt 6,50 Euro. Stadtkämmerer und GWG-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Geselle (SPD) spricht von einer „verträglichen Mietpreiserhöhung“.

Nachher: So sehen die Eingänge jetzt aus. Foto: Lantelmé / GWG

Aufgrund der energetischen Sanierung könnten die Mieter nun etwa 75 Prozent von ihren ursprünglichen Energiekosten einsparen, ergänzt GWG-Geschäftsführer Peter Ley. 85 Prozent aller ursprünglichen Mieter lebten wieder in den umgebauten Wohnungen.

Die vom Architekturbüro Reichel aus Kassel geplante Modernisierung wurde mit Geld der sozialen Wohnraumförderung des Landes und der Stadt bezahlt. Auch Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) lobt den Umbau. Er sei aus baukultureller Sicht vorbildlich für das Quartier.

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