Passanten laufen über sechs Fahrspuren

Fußgänger auf Straße: Bauarbeiten in der Unterführung an der Trompete

Gefährlich: Weil die Fußgängerunterführung an der Frankfurter Straße / Ecke  Fünffensterstraße (Trompete) nur auf eigene Gefahr genutzt werden kann, überquerten gestern viele Fußgänger die Frankfurter Straße. Fotos: Ludwig

Kassel. In der Fußgängerunterführung an der viel befahrenen Trompete (Frankfurter Straße / Ecke Fünffensterstraße) laufen seit gestern und noch bis Mitte nächster Woche Bauarbeiten.

An den Eingängen zum Fußgängertunnel werden Passanten auf Schildern darauf hingewiesen, dass das Betreten nur auf eigene Gefahr möglich ist. Fußgänger sollten die oberirdischen Überwege benutzen. Das Problem ist nur, dass es keine Überwege in der Nähe gibt.

Weil sie einen mehrere Hundert Meter weiten Umweg vermeiden wollten, liefen bereits gestern zahlreiche Fußgänger über die sechsspurige Frankfurter Straße, nachdem sie die Warnschilder gelesen hatten. Wer nicht ortskundig ist, wird ohnehin Probleme haben, die nächstgelegenen Fußgängerüberwege zu finden. Je nachdem, aus welcher Richtung die Fußgänger kommen und wohin sie wollen, stehen ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung: Die Überwege am Friedrichsplatz und an der Rathauskreuzung sowie die Fußgängerbrücke zwischen Neuer Galerie und Weinberg.

Alternativ dazu kann weiterhin der Tunnel auf eigene Gefahr durchquert werden. Nur die Lärm- und Staubbelastung müssen Passanten in Kauf nehmen.

Hintergrund der Bauarbeiten sind Probleme mit der Entwässerung der Unterführung. Seitdem vor zwei Jahren unter der Frankfurter Straße in Höhe des Cinestar-Kinos die Abwasserkanäle erneuert wurden, läuft das Regenwasser in der Unterführung nicht mehr richtig ab. Regelmäßig bildeten sich in den vergangenen Monaten große Pfützen in dem Tunnel. Deshalb waren lange Zeit die Schächte abgesperrt.

Nach Auskunft des Kasselwasser-Sprechers Karsten Köhler soll nun deshalb ein neuer Anschluss an das Kanalnetz gebaut werden. Hydraulische Probleme seien für die Probleme bei der Entwässerung verantwortlich gewesen. „Bis spätestens Mitte nächster Woche ist alles fertig“, sagt Köhler. Dann werde die Unterführung wieder freigegeben.

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