Bereit für den Notfall

„Taktische Reserve“: Stadt richtet Ratskeller für Flüchtlinge her

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Kassel. Tieflader vor dem Rathaus sowie Aus- und Einbau von Mobiliar im ehemaligen Steakhaus Maredo: Die Stadt Kassel lässt derzeit den Ratskeller im Erdgeschoss ausräumen.

Parallel wird es bereits als Notquartier zur Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet. Unter anderem seien in dieser Woche Beschäftigte eines Gastro-Verwertungsunternehmens im Ratskeller tätig, berichtet Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD).

Christian Geselle

Von Anfang an sei der Ratskeller von der Stadt als „taktische Reserve“ vorgesehen gewesen, um Flüchtlinge dann dort unterbringen zu können, wenn alle anderen Einrichtungen in Kassel bereits belegt seien, stellt Geselle klar. Zum Glück sei ein solcher Engpass aber in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Geselle: „Die Situation ist im Augenblick relativ entspannt.“

Dennoch wolle man den Ratskeller bereits für die Aufnahme von Flüchtlingen bereit machen. „Im Notfall können wir dann die Unterbringung innerhalb von wenigen Tagen hinkriegen“, sagt Christian Geselle. Wie berichtet, sollen in dem Notquartier bis zu 100 Menschen einen Platz finden.

Nach Angaben des Stadtkämmerers liegt momentan die Zahl der Kassel zugeteilten Flüchtlinge deutlich unter den Befürchtungen Ende 2015. Er rechne angesichts der politischen Großwetterlage mit einer weiteren Reduktion.

Kapazitäten reichen aus

So gehe man für das erste Quartal 2016 von einer Zuteilung von 760 Personen aus, erwartet worden seien mehr als 1100 Menschen. Bleibe es etwa dabei, reichten für 2016 die vorhandenen Kapazitäten zur Aufnahme von Flüchtlingen aus – ohne Ratskeller. Wie Geselle berichtet, sind derzeit rund 2000 Flüchtlinge in Kassel untergebracht.

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