Tresor-Knacker am Werk: Live Escape Game jetzt auch in Kassel

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Im Escape-Room: HNA-Redakteuerin Kathrin Meyer und HNA-Mitarbeiter Jan Wendt haben das Spiel Lockbusters an der Fünffensterstraße ausprobiert.

Kassel. In einen Raum eingesperrt werden und Rätsel lösen: Was als Computerspiel entwickelt wurde, erfreut sich auch in der Realität großer Beliebtheit.

Wir erklären am Kasseler Beispiel ein „Live Escape Game“.

Die Tür fällt ins Schloss, James-Bond-Musik dringt durch den dunklen Raum, wir sind gefangen. Auf dem Bildschirm läuft die Stoppuhr. Noch 59 Minuten, um den Code zu lösen und den Safe zu knacken. Aber der ist mit vier Schlössern abgeriegelt. Die Suche nach Hinweisen beginnt.

Was genau ist ein „Live Escape Game“? 

In den Räumlichkeiten an der Fünfensterstraße in Kassel gibt es zwei verschiedene Varianten. In der einen Geschichte macht man sich auf die Suche nach der verlorenen Tante Lutzi, die andere Aufgabe ist es, einen Tresor zu knacken. Die Teilnehmer haben 60 Minuten Zeit sich durch Lösen von Rätseln und Aufgaben zu befreien. Der Spielleiter überwacht mit einer Kamera den Verlauf und gibt über ein Funkgerät Tipps, wenn die Spieler nicht weiterkommen. 

Wer steckt hinter Lockbusters? 

Gründer von Lockbusters ist Björn Wolfram aus Kaufungen. Der 38-Jährige kommt aus der IT-Branche und hat sich mit dem Spiel selbstständig gemacht. „Ich wollte mal etwas anderes machen.“ Seine Frau unterstützt ihn bei der Geschäftsidee.

Wie sieht es in dem Raum aus? 

Im Raum „Safebusters“, den wir für ein Probespiel besucht haben, ist es sehr dunkel. Am Eingang hängt Kleidung einer Sicherheitsfirma. An der Wand sind Bilder mit Börsenkursen, mehrere Uhren, an einer anderen Wand hängt eine große Schreibtafel. In der Ecke steht ein Tisch, darauf ein Computerbildschirm. Auf dem Monitor ist eine Stoppuhr. Sie zeigt, wie viel Zeit noch bis zum Spielende bleibt. Gegenüber befindet sich ein riesiger Tresor. Über ihm blinken rote Zahlen auf.

Was passiert, wenn die 60 Minuten vorbei sind? 

Lösen die Spieler das Rätsel nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit, werden sie von Spielleiter Wolfram aus dem dunklen Raum befreit. Er erklärt dann auch gern, wo man die entscheidenden Hinweise gefunden hätte.

Muss man für die Teilnahme bestimmte Voraussetzungen mitbringen? 

Körperliche Voraussetzungen, wie beispielsweise sportliches Training, sind dabei nicht notwendig. Wichtig ist nur, dass man keine Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie) hat. Geduld, Geschick und den Spaß am Knobeln sollte man mitbringen.

Wie viele Personen können gleichzeitig spielen? 

Man sollte mindestens zu zweit sein, höchstens können sechs Leute gleichzeitig spielen. Je mehr Leute mitspielen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Rätsel zu lösen. Besonders bliebt ist das Spiel beispielsweise bei Junggesellenabschieden oder zum Teambuilding. Wer im Team rätselt, gelangt schneller zur Lösung, weil die unterschiedlichen Fähigkeiten der Spieler genutzt werden können.

Gibt es in Kassel noch mehr Anbieter dieser Spiele? 

Derzeit ist das Angebot in der Fünffensterstraße das einzige dieser Art in Kassel. Ende März dieses Jahres soll noch ein weiteres Live-Escape-Game an der Leipziger Straße eröffnen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Spielrunde? 

Der Preis hängt von der Gruppengröße ab. Zwei Personen zahlen zusammen 70 Euro, drei 87 Euro, vier 104 Euro, fünf 115 Euro und sechs Personen 120 Euro.

Hintergrund: Erste Spiele in Japan

Die Idee für die Live-Escape-Games – eine Indoor-Schnitzeljagd – stammt von Computerspielen, bei denen sich die Spieler mit versteckten Hinweisen aus einem virtuellen Raum befreien müssen. Die ersten Live-Escape-Games in der realen Welt sind 2007 in Japan entstanden. In Deutschland wurde der erste Escape-Raum 2013 in München eröffnet. Mittlerweile gibt es hierzulande über 100 Anbieter der Escape-Games.

Weitere Informationen zum Kasseler Spiel unter www.lockbusters.de.

Erfahrungsberichte über diese Art Spiel gibt es unter www.escape-game.org

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