Auftakt war verhalten

Wieder fast zwei Mio. Besucher beim Kasseler Weihnachtsmarkt

Lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher aus dem Raum Kassel und aus ganz Deutschland an: der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt. Unser Foto zeigt die Stände und das Riesenrad des Marktes auf dem Friedrichsplatz, am Bildrand rechts ist das Zelt des Circus Flic Flac zu sehen. Foto: Kassel Marketing/nh

Kassel. Nach rund fünf Wochen Öffnung - mit kurzer Pause vom 24. bis 26. Dezember - endete am Mittwoch der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt. Trotz des zu warmen Wetters ziehen die Verantwortlichen von Kassel Marketing eine positive Bilanz.

Das Weihnachtsfest ist längst vorbei. Seit gestern Abend ist nun auch Schluss mit dem Kasseler Märchenweihnachtsmarkt. Nach 35 Markttagen zieht Kassel Marketing eine zufriedenstellende Bilanz. Nach Angaben von Geschäftsführerin Angelika Hüppe besuchten knapp zwei Millionen Menschen den Weihnachtsmarkt. Den Umsatz, der auf dem Markt und im angrenzenden Einzelhandel erzielt wurde, schätzt sie auf knapp 60 Millionen Euro. Damit seien die Besucher- und die Umsatzzahlen des Vorjahres trotz der wenig winterlichen Witterung annähernd erreicht worden. Hüppe: „Ich bin sehr glücklich und froh, dass der Kasseler Weihnachtsmarkt wieder so erfolgreich war.“

Dabei sah es nach dem Auftakt am 23. November nicht danach aus. Aufgrund der Terrorwarnung sei der Auftakt verhalten gewesen, dies hätten alle Beteiligten so wahrgenommen. Nach etwa vier Tagen habe das Markttreiben dann aber zugelegt. Gegenüber dem Vorjahr seien vier bis fünf Prozent weniger Besucher zu verzeichnen. Der eine Markttag mehr als 2014 habe dies aber nahezu wettgemacht, meint Hüppe.

Super angekommen ist der zum Grimm-Motto herausgegebene Glasseidel mit dem Konterfei der Brüder. Die rund 15.000 Seidel seien fast alle von Besuchern mitgenommen worden - unter Verzicht auf das Pfandgeld in Höhe von 2,50 Euro.

Zufrieden seien die Betreiber von Getränkeständen gewesen. Das warme Wetter habe die Lust auf Glühwein nicht gedämpft, so Hüppe. Abstriche hätten dagegen Kunsthandwerker und Händler mit Winterbekleidung hinnehmen müssen. Allein rund 45.000 Gäste seien per Bus nach Kassel angereist. Keiner der rund 900 Reisebusse habe wegen des Wetters oder der Terrorwarnung abgesagt.

2016 wird der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt unter dem Motto „Schneewittchen“ stehen. Mit 37 Markttagen wird er vom 21. November bis 31. Dezember noch länger geöffnet sein. Neu beleuchtet werden soll der große Weihnachtsbaum am Königsplatz, kündigte Hüppe an.

Unterschiedlich fallen die Marktbilanzen der Betreiber, Händler und Verkäufer aus, wie eine Anfrage bei einigen von ihnen belegt. Während die Gastronomen zufrieden sind, zeigen sich die Verkäufer von Winterartikeln enttäuscht. Die warme Wollmütze oder die Daunenjacke fanden bei 15 Grad und Sonnenschein beim Weihnachtsmarkt nur wenige Abnehmer.

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