Vorschlag wird ab heute beraten

FDP will weniger Bahnen in der Königsstraße: Alle Regiotrams sollen raus

Straßenbahn und Regiotram in der Fußgängerzone: Die FDP schlägt vor, die Regiotrams ab dem nächsten Fahrplanwechsel nicht mehr durch die Königsstraße fahren zu lassen. Archivfoto: Koch

Kassel. In der Diskussion um das Für und Wider der durch die Fußgängerzone fahrenden Straßenbahnen wartet die Kasseler FDP jetzt mit einem neuen Vorschlag auf: Die Liberalen wollen alle Regiotrams (RT) aus der Königsstraße verbannen, um die Zahl der Schienenfahrzeuge in der Fußgängerzone zu verringern.

Erstmals werden am heutigen Donnerstag die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr über den Antrag der FDP-Stadtverordnetenfraktion beraten. Der Magistrat soll die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) veranlassen, „dass mit dem nächsten regulären Fahrplanwechsel keine Regiotrams mehr durch die Königsstraße fahren“.

Tatsächlich würde sich die Zahl der Schienenfahrzeuge in der Königsstraße durch die Herausnahme der Regiotrams nicht unerheblich verringern. Nach Angaben der KVG fahren derzeit pro Werktag knapp 1000 Straßenbahnen und Regiotrams durch die Fußgängerzone. Wie das Unternehmen auf Anfrage erklärte, finden an einem normalen Werktag in der Königsstraße 140 Regiotram-Fahrten der Linien RT1 und RT4 statt. Das heißt: Durch Herausnahme der Regiotrams würde etwa jede siebte Bahn wegfallen.

Wegen der Trams in der Königsstraße wurden im vergangenen Jahr gleich zwei Unterschriftensammlungen für ein Bürgerbegehren gestartet. Die eine zielt auf die komplette Herausnahme der Trams ab, die andere auf die Halbierung der Zahl der Fahrzeuge.

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