Mit gleich zwei Vorstellungen

Show in Fotos: So war die Premiere von Zirkus Flic-Flac

Beeindruckend: Zwölf Artisten des chinesischen Nationalzirkus, die „Holy Warriors“, unterhielten das Publikum mit zielgenauen Sprüngen durch Reifen. Fotos:  Fischer

Kassel. „Danke Kassel, dass es dich gibt. Flic-Flac hat dich lieb.“ So lautet die Zeile eines Lieds, mit dem der Zirkus Flic-Flac am Freitagnachmittag das siebte Festival der Artisten auf dem Kasseler Friedrichsplatz eröffnet hat.

Erstmals mit einer Vorpremiere. So hatten weitere 1500 Menschen Gelegenheit, die Darbietungen der rund 60 Artisten aus aller Welt bestaunen zu können.

In diesem Jahr begeistert Flic-Flac wieder mit spektakulären Klassikern, die purer Nervenkitzel bedeuten. Für feuchte Hände sorgte die Julio-Robles-Truppe aus Kolumbien mit Sprüngen, Salti und rasanten Wendemanövern im Todesrad. Natürlich auch auf der Außenseite der rotierenden Radkonstruktion. Und mit Maske, sodass die Artisten nicht sehen, sondern nur fühlen können, wo sie hinspringen müssen. Wer so etwas wagt, ist verrückt und benötigt Gottvertrauen.

So war die Premiere von Zirkus Flic-Flac

Ebenso wie die zehn Motocrossfahrer „Pinillo Moto Riders“ (darunter auch drei Frauen) aus Kolumbien, die in der Stahlkugel gleichzeitig mit ihren Maschinen kreuz und quer mit Tempo 70 kurven. Das ist Weltrekord. Auch wenn diese Nummer schon einige Jahre alt ist, sorgt sie immer wieder für Adrenalinschübe.

Flic-Flac denkt aber auch an die Gesundheit seines Publikums. Um den Puls ein wenig runterzubringen, wurde der Komiker Thomas Leuenberger aus der Schweiz als „Baldrian“ mit seiner Entschleunigungstherapie engagiert. Sein Motto: „Wer langsam lebt, ist auch später tot.“ Einfach köstlich, wie „Baldrian“ vier Männern aus dem Publikum das Fliegen bis zur „brutalen Notlandung“ in Kassel-Calden beibringt. „Baldrian“ könnte zum Publikumsliebling werden.

Die Zuschauer haben aber ohnehin wieder die Qual der Wahl, welche Künstler am 10. Januar mit den ersten Preisen ausgezeichnet werden: Mit einer sensationellen Darbietung eröffneten die „Holy Warriors“, zwölf Artisten vom chinesischen Nationalzirkus, die Show. Diese athletischen Männer begeisterten mit zielgenauen Sprüngen durch Reifen. Aus dem Stand in knapp vier Meter Höhe.

Extrem rasant: Sven und Janine boten eine schnelle und sexy Show auf Rollschuhen.

„Diese Nummer haut den Schlüpper weg“, hatte Gerrit von Bamberg noch gewarnt. Der Moderator aus Kassel führt durch das komplette Programm. Auf Nordhessisch.

So durfte er zum Beispiel die Seilspringerin Viktoria Csordas (Ungarn) ansagen, die mit ihrer frechen und flotten Show einfach gute Laune verbreitet. Eine extra rasante Nummer (heiß, schnell, sexy) boten Sven und Janine aus Deutschland auf Rollschuhen. Auch Michael Ferreri (Spanien) jonglierte das Publikum fast schwindelig. Cool und durchtrainiert ist Andreas Bartel (Deutschland), der an einer fünf Meter hohen Fiberglasstange zeigt, was sein Körper kann. Die perfekte Pole-Dance-Show für Frauen.

Zum Finale kamen alle Artisten in roten Santa-Claus-Mänteln auf die Bühne und wurden vom Publikum gefeiert. Man könnte die Textzeile auch getrost umschreiben: „Danke Flic-Flac, dass es dich gibt. Kassel hat dich lieb.“

Karten für das Festival gibt es von 19 bis 49 Euro (ermäßigt 15 bis 44 Euro) in den HNA-Geschäftsstellen, unter Tel. 0561/203 204 und unter www.hna-kartenservice.de

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