Video: HNA-Mitarbeiter steigen bei Flic-Flac aufs Hochseil

Ab in die Manege: Beim Journalistentraining des Zirkus Flic-Flac wagten sich HNA-Volontärin Carolin Hartung (links) und Joséphine Hein (Mitte) unter anderem aufs Trapez und Hochseil. Artist Julio Robles sicherte die beiden für das Training und begleitete sie in schwindelerregende Höhen. Fotos: Fischer

Kassel. Für einen Tag wurden HNA-Volontärin Carolin Hartung und HNA-Mitarbeiterin Joséphine Hein zu todesmutigen Artisten. Der Zirkus Flic-Flac hatte zum Journalistentraining geladen. Ob Todesrad, Motorradkugel oder Hochseil - alles durfte ausprobiert werden.

Es knarrt, als sich das Metallmonster um sich selbst dreht. Immer schneller rotiert es. Währenddessen schlagen die Artisten in den runden Käfigen Salti und zeigen waghalsige Sprünge. Dem Publikum stockt bei jedem Kunststück der Atem. Jetzt stehe ich selbst drin, im Todesrad, dem gigantischen, fliegenden Rhönrad. Erst vergangenes Jahr wurde es von den Kasseler Zuschauern zur Top-Nummer des Zirkus’ gewählt.

Mit im Rad, allerdings im Käfig auf der anderen Seite, steht der 22-jährige Artist Jesse Brandão aus Kolumbien. Nur wenn wir uns beide in unseren runden Käfigen fortbewegen, rotiert das Rad um sich selbst. Artist Julio Robles, der ebenfalls bei der Todesrad-Nummer dabei ist, gibt Anschwung. Hoch geht es unter die heiße Zirkuskuppel und direkt wieder nach unten. Für Angst bleibt keine Zeit. Im Vordergrund steht die Konzentration aufs fortwährende Laufen. Denn das vergisst man schnell beim Höhenflug. Unvorstellbar hier auch noch zu springen oder gar einen Salto zu schlagen. Das Gefühl beim Ausstieg aus dem Todesrad: Erleichterung, es ist geschafft.

Doch es geht noch höher, rauf geht’s aufs Hochseil. Beim ersten Schritt auf dem neun Meter hohen Seil zittert der ganze Körper, das Herz schlägt so stark, dass der Brustkorb zu beben beginnt. „Jetzt nur nicht nach unten schauen“, lautet die Devise. Oben ist die Luft im Zelt stickig. Die hellen Scheinwerfer blenden in den Augen.

Mit auf dem Seil steht Hochseilartist Julio Robles. Er hält eine lange Metallstange in beiden Händen. Das Festkrallen an seinen Schultern beruhigt nur wenig. Trotz Sicherung wird die Angst mit jedem Schritt größer. Vor lauter Zittern entsteht der Eindruck, dass auch das Seil zu wippen beginnt. Robles scheint hingegen nichts aus der Ruhe zu bringen. Ganz langsam geht er Schritt für Schritt weiter. „Einfach folgen“, lautet seine Ansage. Für ihn muss es langweilig sein, einfach nur über das Seil zu gehen. Mit seinen Kollegen fährt er in der Zirkusnummer mit dem Fahrrad über das Seil oder springt dort sogar über andere Artisten hinweg. Unvorstellbar.

Der Weg bis zur anderen Seite will gar kein Ende nehmen. Etwa eine Minute dauert es, bis wir endlich ankommen - gefühlt war die Zeit mindestens zehn Mal so lang.

Das Trapez: Lisa Rinne (27) zeigt hier in der Vorstellung in bis zu sieben Metern Höhe feinste Akrobatik. Für uns Laien soll es bei Schaukeln bleiben. Wer will, kann auch kopfüber an den Beinen baumeln. „Besser nicht“, so der erste Gedanke.

Mit dabei ist auch Artist Andreas Bartl (38). Der Bayer ist Lisas Lebensgefährte und sichert normalerweise die 27-Jährige bei ihrem Auftritt. Auch heute sichert er, allerdings mich. Über ein Seil geht’s rauf aufs Trapez, alleine das Hochklettern ist ein Kraftakt. Auf der Holzstange bewegt sich der Körper wie auf einer normalen Schaukel. Jedes Mal, wenn das Trapez nach unten saust, zieht es in der Magengegend.

Völlig überwältigt und adrenalingeladen wagt man dann doch, was vorher unmöglich schien: die Hände gleiten vom Trapez, kopfüber schwinge ich über den leeren Stühlen im Zelt. Höhenflüge dieser Art sind ein Erlebnis. Aber einmal reicht. Gut, dass Journalisten normalerweise immer festen Boden unter den Füßen haben.

Zirkus-Training für HNA-Reporterinnen mit Flic Flac Artisten

Tickets:

Der Flic Flac gastiert noch bis zum 10. Januar in Kassel. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Für die Zusatzshow am 4. Januar, 16 Uhr, sind noch Karten in allen Kategorien (19 bis 49 Euro) verfügbar. Tickets gibt es an der Zirkuskasse, in den HNA-Geschäftsstellen, unter Tel. 05 61/ 20 32 04 und unter

www.hna-kartenservice.de

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