Modekette SinnLeffers ist insolvent

Hagen/Kassel. Die Modekette SinnLeffers ist zahlungsunfähig und hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Die Modekette mit 1259 Mitarbeitern und 22 Filialen – darunter ein Haus in Kassel – will sich in einem so genannten gesteuerten Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung sanieren. „Wir sind überzeugt, dass durch die Eigenverwaltung der Fortbestand der SinnLeffers GmbH gesichert ist und der Großteil der vorhandenen Arbeitsplätze erhalten werden kann“, erklärte Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel. 

SinnLeffers gehört der Unternehmerfamilie Wöhrl, aber nicht zum Modehändler Rudolf Wöhrl AG.

SinnLeffers in Kassel

Wöhrl hatte vergangene Woche ein sogenanntes Schutzschirmverfahren eingeleitet. Dies schützt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Nürnberger Unternehmen weiter lenken. Ihr wird allerdings ein Anwalt als "Sachwalter" und externer Berater zur Seite gestellt.

SinnLeffers war 1997 durch die Fusion aus den zwei kleineren Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers entstanden. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener KarstadtQuelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde. Aktuell gibt es 22 SinnLeffers-Filialen in Deutschland. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 1259 Mitarbeiter. (dpa/wll/rpp)

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Rubriklistenbild: © dpa

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