Modekette Zero macht trotz Insolvenz in Kassel weiter

Kassel. Das Bremer Modehandelsunternehmen Zero, das in Kassel zwei Geschäfte betreibt, hat Ende vergangener Woche Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb soll aber erstmal weiterlaufen.

Der laufende Geschäftsbetrieb werde bis auf Weiteres fortgeführt, sagte ein Sprecher der vorläufigen Insolvenzverwaltung. Die Löhne und Gehälter der bundesweit 1000 Beschäftigten seien bis Ende Mai abgesichert. Die Kasseler Läden befinden sich an der Oberen Königsstraße/Ecke Königsplatz sowie im Einkaufszentrum Dez in Niederzwehren.

Hintergrund der finanziellen Schieflage seien die „gravierenden Veränderungen innerhalb der Modebranche, die zu hohem Wettbewerbsdruck und Umsatzrückgängen speziell im mittleren Marktsegment geführt haben“. Mit dem Gang zum Insolvenzverwalter verbinde das Unternehmen „die Hoffnung auf einen Neuanfang“, hieß es von der Firmenleitung. Nach drei Jahren in Folge mit Umsatzverlusten und einem schwachen Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2016 sehe sich das Unternehmen nicht mehr in der Lage, eine Sanierung aus eigener finanzieller Kraft zu schultern.

Zero wurde 1967 gegründet und machte zuletzt etwa 100 Millionen Euro Jahresumsatz mit Damenmode und Accessoires. Für die nächsten Tage kündigte die Insolvenzverwaltung Gespräche mit Lieferanten und Handelskunden an, um das Geschäft zu stabilisieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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