Viel Platz

Stadt investiert 640.000 Euro für Ausbau der Kasseler Musikschule

+
Gute Laune bei der Eröffnung: Bauamtsleiter Axel Jäger, Baudezernent Christof Nolda, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Dr. Hans Gädeke (Vorsitzender Musikschul-Trägerverein) und Musikschulleiter Sebastian Wolf (stehend von links) haben die neuen Räume der Musikschule in der Friedrich-Wöhler-Schule besichtigt. Am Flügel sitzt Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier.

Kassel. 640.000 Euro hat die Stadt Kassel für den Um- und Ausbau des ehemaligen Flügels der Friedrich-Wöhler-Schule ausgegeben. Dort hat die Musikschule jetzt ein eigenes Domizil.

Im ehemaligen Physikraum des alten Gebäudes der Wöhler-Schule stehen jetzt Trommel und ein Klavier. Nebenan gibt es entlang des langen Flures Übungsräume, die zum Beispiel für den Gitarrenunterricht oder Übungen am Cello genutzt werden können.

Genutzt werden diese Räume von der Musikschule Kassel, die an der Tischbeinstraße noch weitere Räume hat. Doch erst seit dem Wochenende ist der Standort komplett ausgestattet. „Wir sind endlich sesshaft geworden“, sagt der Leiter der von einem Verein betriebenen Schule, Sebastian Wolf.

Bisher hatte die staatlich geförderte Einrichtung kein eigenes Domizil, sondern unterrichtete ihre Schüler in den Räumen von Schulen und Kitas in der ganzen Stadt. Das Interesse am Musikunterricht wächst ständig. Vor zwei Jahren nutzten noch 1300 Schüler das Angebot, mittlerweile sind es schon 550 mehr. „Wir wollen bald auf über 2000 kommen“, sagt Schulleiter Wolf.

Die Voraussetzungen dafür sind jetzt gegeben. Bei einem Tag der offenen Tür hat sich die Schule am Samstag mit Konzerten und Führungen präsentiert.

Was auf den ersten Blick nicht gleich auffällt: Die Räume wurden nicht nur saniert, sondern auch technisch neu ausgestattet. Nach Angaben der Stadt hat man auf einen guten Schallschutz geachtet und sich von Experten für die Akustik beraten lassen. Unter anderem wurden die alten Betondecken aus dem Jahr 1912 ersetzt. Um die Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen, wurde eine Metalltreppe als zweiter Rettungsweg an dem Gebäude angebracht.

Die Musikschule sei ein idealer Nutzer dieses Gebäudeflügels, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD) bei einem Rundgang. Die Schule unterstütze die Bildungsarbeit von Kindertagesstätten und allgemein bildenden Schulen in der Stadt.

Durch den Ausbau sei die Musikschule jetzt in der Lage, noch mehr Angebote zu machen, sagt Dr. Hans Gädeke, Vorsitzender des Trägervereins. Erste Erfahrungen werden schon für sehr junge Kinder ab anderthalb Jahren mit einem Elternteil vermittelt. Es gibt eine Musikwerkstatt, Instrumentalklassen und für die Fortgeschrittenen ein Jugendsinfonieorchester. Kurse gibt es auch für Erwachsene.

Für mögliche Erweiterungen der Musikschule ist übrigens noch Luft. Die bislang nicht sanierte oberste Etage des historischen Schulgebäudes ist noch frei.

www.musikschule-kassel.com

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.