Früherer Dekan gerade aus Nizza zurückgekehrt

Nach Anschlag in Nizza: Kassel trauert mit den Franzosen

Kassel. „Wir sind entsetzt und traurig, es ist ein Albtraum“, sagt Alexandra Schäfer vom Vorstand des Kasseler Vereins Frankreichforum Hessen.

Die Gedanken der Vereinsmitglieder seien nach dem Anschlag auf der Promenade des Anglais in Nizza am Donnerstagabend voller Trauer bei den Franzosen.

Alexandra Schäfer

„Ich bin persönlich noch tief betroffen vom Anschlag in Paris am 13. November“, sagt die Halbfranzösin Alexandra Schäfer, die als Lehrerinan der Herderschule tätig ist: „Ich habe dabei einen mir sehr nahestehenden Bekannten verloren.“

Frankreich komme nicht zur Ruhe und die Tatsache, dass der neue brutale Anschlag am Nationalfeiertag, dem 14. Juli, stattfand, sei nun bewusst ein Anschlag nicht nur auf Menschen, sondern auch auf die Demokratie. Bisher seien die Daten der Terrorakte ja wahllos gewählt, aber das habe einmal mehr eine politische Dimension.

Der Kasseler Ernst Wittekindt, Dekan i. R., ist gerade mit seiner Familie aus dem Urlaub in Nizza nach Kassel zurückgekehrt. In Nizza, wo dieFamilie seit vielen Jahren regelmäßig Freunde besucht, kenne er jeden Winkel. Alles sei vertraut. Dadurch gehe ihm dieser Anschlag noch einmal mehr unter die Haut.

„Ein banges Gefühl hat man immer“, sagt er und erinnert sich daran, dass zuletzt der Flugplatz von Nizza geräumt wurde, weil ein herrenloser Koffer gesprengt werden musste. Auch gestern war der Flughafen vorsorglich evakuiert worden.

Freitagmorgen hat Ernst Wittekindt sofort seine Freunde in Nizza angerufen, um sich nach deren Befinden zu erkundigen: „Sie sind zum Glück wohlauf.“

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Rubriklistenbild: © dpa

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