Verkehrsverbund bittet um Entschuldigung

Regiotram-Ausfall nach Unwetter: NVV arbeitet an besserer Information

Kassel / Grebenstein. Der NVV reagiert auf Kritik an seinem Krisenmanagement. Ein Oberleitungsschaden und ein Unwetter hatten am Freitag für erhebliche Probleme auf der Regiotram-Strecke Kassel–Hofgeismar gesorgt.

Prokurist Steffen Müller bittet die Kunden um Entschuldigung, wirbt aber auch um Verständnis.

Müller gibt unumwunden zu, dass die Fahrgäste über die Probleme nicht ausreichend informiert wurden. „Das war leider nicht so optimal, wie man es sich wünschen würde. Dafür bitten wir ausdrücklich um Entschuldigung“, sagte Müller gegenüber der HNA. Anzeigetafeln, NVV-App und Internetauftritt hatten noch einen regulären Fahrbetrieb angezeigt, obwohl die Regiotramstrecke längst lahmgelegt war.

Der NVV arbeite daran, die Informationen von seinen vielen Strecken besser zu bündeln und schneller an die Fahrgästen weiterzugeben. „Da sind wir dran, das wird sich in den kommenden zwei Jahren noch deutlich verbessern“, verspricht Müller.

Lange Wartezeit

Rund zwei Stunden hat es gedauert, ehe der erste Bus den Betrieb der Regiotram übernommen hat und Fahrgäste vom Kasseler Hauptbahnhof wegkamen. Müller wirbt um Verständnis, dass es viel schneller nicht geht. Der NVV hält keinen ständigen Ersatzverkehr für etwaige Ausfälle vor. Stattdessen werden von Fall zu Fall Bus und Fahrer beschafft. „Das dauert leider seine Zeit“, erklärt Müller.

Am Freitag sei der Ersatzverkehr in Liebenau gestartet und habe zunächst Fahrgäste in Hümme aufgenommen, ehe es weiter nach Kassel ging. „Für wartende Fahrgäste ist das natürlich unangenehm“, weiß Müller. Der NVV arbeite daran, den Ersatzverkehr reibungsloser zu organisieren.

Überflutete Unterführung

Scharfe Kritik gab es auch dafür, dass am späten Freitagabend Passagiere auf dem Bahnsteig in Grebenstein festsaßen. Doch weder die Feuerwehr noch der NVV wussten, dass eine Unterführung unter Wasser stand, erklärt Müller. Weder NVV, Regiotram-Gesellschaft noch die Deutsche Bahn als Streckenbetreiber haben Personal vor Ort. Und offenbar hatte niemand die Notdienste informiert. Sonst wäre natürlich reagiert worden, beteuert Müller. Er bittet deshalb darum, im Notfall tatsächlich auch die Feuerwehr zu kontaktieren.

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