450 Halter von Erdgasfahrzeugen in Stadt und Kreis betroffen

Auto explodierte beim Tanken: Nun kein Erdgas mehr an Tankstellen

Auch hier gibt es kein Erdgas mehr: Die Esso-Tankstelle an der Kohlenstrasse hat den Verkauf von Erdgas durch die Städtischen Werke gestoppt Foto: Fischer

Kassel. Die 450 Halter von Erdgasfahrzeugen in Stadt und Landkreis Kassel haben ein Problem: Nachdem vergangenen Freitag ein mit Erdgas betriebener VW-Touran beim Tanken in Duderstadt im Landkreis Göttingen explodierte, haben auch in Kassel Stadt und Kreis viele Tankstellen den Verkauf von Erdgas eingestellt.

Esso, Aral, Shell und Jet hatten den Betreibern ihrer Tankstellen zuvor nahegelegt, so lange ihre Erdgas-Zapfsäulen außer Betrieb zu nehmen, bis der Unfall aufgeklärt ist.

Dies sei nur eine reine Vorsichtsmaßnahme, beteuern die Konzerne. Möglicherweise liegt das Problem nämlich nicht an den Zapfsäulen, sondern an mangelhaften Gastanks des betroffenen VW-Modells. Eine entsprechende Rückrufaktion von VW hatte der Halter vor der Explosion ignoriert.

Betroffen von der vorübergehenden Stilllegung der Erdgas-Zapfsäulen sind in Kassel die Esso-Station an der Kohlenstraße und die Aral-Tankstelle an der Nürnberger Straße – die einzigen Anbieter im Stadtgebiet. Die Zapfsäule an der Esso-Station wird von den Städtischen Werken betrieben. „Es sei davon auszugehen, dass die Erdgastankstellen von den Tankstellenbetreibern kurzfristig wieder freigegeben werden“, teilten die Städtischen Werke mit.

Im Landkreis sind mit der EAM-Erdgastankstelle in Vellmar und der Erdgas-Tankstelle am Autohof Lohfeldener Rüssel zwei weiterer Tankstellen in Kasseler Nähe betroffen.

Einige der 450 Erdgasfahrzeuge in Stadt und Kreis können zusätzlich zum Erdgas mit Benzin betrieben werden. Deren Halter können also trotz Sperrung mobil bleiben. Wie viele dies sind, ist statistisch nicht erfasst.

Nicht betroffen von der Stilllegung der Säulen sind zudem Fahrer von Autos, die mit Autogas (Flüssiggas) betrieben werden. Dafür gibt es extra Zapfsäulen. Mit Autogas sind in Stadt und Kreis deutlich mehr Autos (etwa 1700) unterwegs.

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