Neonazi Bernd T. steht wieder vor Gericht

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Erneut auf der Anklagebank: Bernd T. Die Zeichnung entstand vor einem Jahr vor Gericht.

Kassel. Der Kasseler Neonazi und Gründer des mittlerweile verbotenen rechtsextremen Vereins „Sturm 18 Cassel“, Bernd T., muss sich ab Dienstag, 22. März, erneut vor dem Kasseler Landgericht verantworten.

Vor der fünften Strafkammer unter Vorsitz von Richter Jürgen Stanoschek ist der 41-jährigen T. wegen des Verdachts der mehrfachen gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, räuberischer Erpressung, Nötigung und Bedrohung angeklagt. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den Neonazi, der seit 1990 bereits 23 Mal verurteilt wurde, sind massiv. So soll er unter anderem am 8. April 2015 eine 44-jährige Frau aufgefordert haben, eine 52-Jährige in deren Kasseler Wohnung zu schlagen. Diese hatte es offenbar abgelehnt, Mitglied bei „Sturm 18“ zu werden. Ebenfalls am 8. April soll ein 27-jähriger Mitangeklagter von Bernd T. dazu aufgefordert worden sein, einem 46-jährigen Mann gegen dessen Willen eine Glatze zu scheren. Der 46-Jährige soll dann noch bis zum 15. April in der Wohnung auf Anordnung von T. festgehalten und mehrfach geschlagen worden sein.

Neben Bernd T. müssen sich auf der Anklagebank drei Frauen im Alter von 37, 44 und 49 Jahre aus Kassel und zwei Männern im Alter von 28 und 29 Jahren aus dem Schwalm-Eder-Kreis wegen des Verdachts der Beteiligung an den entsprechenden Taten verantworten.

Für den Prozess sind derzeit insgesamt neun Verhandlungstage veranschlagt, 22 Zeugen sind geladen worden. 

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