Betriebsrat: Der Haustarif bleibt aber, wie er ist

Neue Rolle für Werk Kassel im VW-Konzern

Baunatal. Der Volkswagen-Konzern plant eine grundlegende Neuausrichtung. Dazu gehört, dass die VW-internen Hersteller von Komponenten wie das VW-Werk Baunatal mit seinen 17 000 Beschäftigten in einem eigenständigen Unternehmen im Konzern zusammengefasst werden sollen. Das gab VW-Vorstandschef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg bekannt.

Dadurch würde aber der VW-Haustarif nicht berührt, erklärte der Baunataler Betriebsratschef Carsten Bätzold gegenüber der HNA: „Alles andere ist mit uns nicht zu machen.“

„Wir werden die Komponente aus der Marke VW herauslösen und auf eigene Füße stellen“, sagte Müller. Der Sitz des Unternehmens werde vermutlich in Wolfsburg oder in der Nähe von Wolfsburg sein. Müller begründete diese Entscheidung damit, dass sich das Geschäft somit profitabler gestalten lasse.

Details im Herbst

Die Entscheidung für die Neuausrichtung sei bereits gefallen. Einzelheiten sollen bis zum Herbst folgen. Was dies konkret für das VW-Werk Kassel in Baunatal bedeutet, lässt sich noch nicht sagen. In Baunatal werden Getriebe, Abgasanlagen und formgehärtete Karosserieteile produziert.

Auf Nachfragen von Journalisten, ob die neue Einheit im VW-Haustarif bleibe, beantwortete Müller nicht. Er sagte lediglich: „Der Grundsatzbeschluss ist beschlossen, die Ausführungen sind in Arbeit.“ Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh stellte klar, man sei zwar für eine gemeinsame Steuerung der Werke, aber ein „Audi-Werk bleibt ein Audi-Werk und ein VW-Werk ein VW-Werk.“

Zum künftigen Aufgabengebiet der neuen Einheit erläuterte Konzernchef Müller, dass diese zunächst den konzerninternen Bedarf mit Bauteilen decken soll, später aber auch externe Firmen beliefern könne.

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