Fernbusanbieter in der Bringschuld

Neuer Halt für Fernbusse nicht vor Ende 2016

Fernbushaltestelle am IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe: Die Busse müssen sich zum Ärger von Stadtbewohnern, Verkehrsteilnehmern und Busfahrern von der Autobahn durch die ganze Stadt und wieder zurück quälen. Deshalb wird in Kassel seit drei Jahren über einen neuen Standort für den Fernbusbahnhof nachgedacht. Archivfoto: Malmus

Kassel / Kaufungen. Dutzende Reisebusse, die sich täglich durch den Stadtverkehr zum IC-Bahnhof Wilhelmshöhe quälen, unhaltbare Zustände für Busfahrgäste am Fernbus-Stopp in Kaufungen-Papierfabrik: Schon seit 2013 ist klar, dass die Region einen neuen Fernbusbahnhof nahe der Autobahn braucht.

Das lange versprochene Gutachten dazu will Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) im März dieses Jahres vorlegen. Doch es wird nach seiner Einschätzung bis zum Jahresende 2016 dauern, bis erste Aufträge für den künftigen neuen Fernbushalt vergeben werden können. Nachdem das Unternehmen Mein Fernbus-Flixbus eine Haltestelle am Auestadion als gute Alternative bezeichnet hat (wir berichteten) und die Gemeinde Kaufungen die Haltestelle Papierfabrik wohl gern aufgeben würde, würde sich am Auestadion eine Übergangslösung bis zur endgültigen Entscheidung anbieten.

„Wir sind guten Willens, wenn gute Vorschläge da sind“, sagt Nolda. Der Anstoß müsse aber von den Busunternehmen kommen. Der Stadtbaurat will eine Übergangslösung am Auestadion erst prüfen, wenn dies von den Busbetreibern gewünscht werde.

Weil die Stadt nach einer langfristigen Lösung für den Fernbusverkehr suche, müsse man sich die Zeit nehmen, den optimalen Standort zu finden. „Ich sehe das als echte Chance für Kassel“, sagt Nolda.

Zudem habe die Stadt mit dem Bushalt am IC-Bahnhof in Wilhelmshöhe einen zwar verkehrstechnisch problematischen, aber funktionierenden Fernbusbahnhof. Dort könnten sich die Fahrgäste unterstellen, Toiletten benutzen oder sich verpflegen. Aus der Sicht der Stadt gebe es keinen Grund, diesen Busbahnhof bis zur endgültigen Entscheidung zu verlegen. „Dieses Jahr wird sich an der Situation der Reisebusse nichts ändern“, erklärt Nolda. 

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