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Neues Verkehrskonzept: Tempo 30 auf Holländischer Straße geplant

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Von: Bastian Ludwig

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Kassel. Tempo 30 auf Abschnitten der Holländischen, Frankfurter und Wolfhager Straße: Einige der jetzt von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) vorgestellten Vorschläge des Verkehrsentwicklungsplans 2030 dürften für Debatten sorgen.

Neben mehr Tempo-Limits sieht das Konzept Straßenbahnanbindungen für Waldau, Harleshausen und zum Bahnhof Ihringshausen sowie Schnellradwege nach Baunatal, Vellmar und Kaufungen vor.

Noch handelt es sich um Vorschläge, die das von der Stadt beauftragte Verkehrsplanungsbüro Planersocietät aus Dortmund erarbeitet hat. Auf deren Basis soll die Verkehrsentwicklung der nächsten 15 bis 20 Jahre

Aktualisiert um 17 Uhr

festgelegt werden. Der stellvertretende Leiter des Straßenverkehrsamtes, Heiko Lehmkuhl, sagte, dass die Verwaltung voll hinter den Vorschlägen stehe.

Ziel der Stadt ist es, den Autoverkehr, der aktuell 43 Prozent des Kasseler Verkehrsaufkommens ausmacht, bis 2030 auf 31 bis 38 Prozent zu reduzieren. Trotz des Tempo-30-Ausbaus sollen 90 Prozent der Hauptverkehrsstraßen weiter mit Tempo 50 befahrbar sein. Der Anteil des Radverkehrs soll von sieben auf elf bis 14 Prozent erhöht werden.

Neben der Erweiterung des Straßenbahn-, Bus- und Radewegenetzes schlagen die Planer mehr Fußgängerüberwege für Hauptstraßen, einen Umbau des Platzes der deutschen Einheit, eine bessere Verkehrssteuerung zwischen Holländischem Platz und Platz der deutschen Einheit und ein Ausbau des Westrings zur Entlastung des Holländischen Platzes vor. Ab November beraten die Stadtverordneten über die Pläne.

Zuvor will die Stadt mit der Bevölkerung das Konzept in fünf Bürgerforen im Mai diskutieren. Nolda wünscht sich eine „gerne auch kritische“ Debatte. Bei einer ersten Runde von Bürgerforen im vergangenen Jahr waren 300 Anregungen eingegangen, die bei den Planungen berücksichtigt wurden.

Von Bastian Ludwig

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