Deutsche Meisterschaft im Hunde-Trendsport „Rally Obedience“ in Niederzwehren

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Wollen bei der deutschen Meisterschaft am Wochenende eine gute Figur abgeben: Die Niederzwehrenerin Nicole Saur und ihre Schäferhündin Kaylee.

Niederzwehren. Vier Pfoten, zwei Beine: ein Team. In der Fun-Sportart Rally Obedience geht es vor allem um die Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Nicole Saur bereitet sich mit ihrer Hündin Kaylee auf das Turnier vor.

Es ist noch eine recht junge Disziplin im Hundesport, in der am Wochenende in Niederzwehren die erste deutsche Meisterschaft im Verein für Deutsche Schäferhunde ausgetragen wird. „Rally Obedience“ nennt sich die vor etwa zwei Jahren aus den USA herüber geschwappte Trendsportart. Dabei durchlaufen Tier und Mensch gemeinsam einen Parcours, in dem es vor allem um die Gehorsamkeit (engl.: Obedience) des Tieres geht.

118 Teams starten

Gegenüber dem Schutzhundesport, bei dem der Halter dem Hund nur Hörzeichen geben dürfe, stehe bei Rally Obedience vor allem die Kommunikation, sowohl gestisch, als auch akustisch im Vordergrund, erklärt Björn Bröker, Bundessportbeauftragter des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Beim Durchlaufen der Parcours müssten die Hunde an 185 verschiedenen Schildern die unterschiedlichsten Befehle befolgen, so Bröker weiter.

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Dazu gehören neben Übungen wie „Sitz“, „Platz“ oder „Steh“ auch verschiedene Drehungen und Richtungswechsel sowie das Durchlaufen von Hütchen im Slalom. Viele der Übungen seien auch für den alltäglichen Umgang mit Hunden nützlich, erklärt Bröker. Zur Deutschen Meisterschaft werden insgesamt 118 Teams aus ganz Deutschland erwartet, darunter auch fünf Kinder- und Jugendteams. Die Teilnehmer treten in fünf verschiedenen Leistungsklassen an.

Mit dabei sind auch die Kasselänerin Nicole Saur (37) und ihre zweijährige Schäferhündin Kaylee. Sie treten in der Beginner-Klasse an. Die junge Hündin sei zwar häufig noch sehr überdreht, doch dies könne auch ein Vorteil beim Turnier werden, hofft Saur. „Sie arbeitet sehr viel“, bescheinigt ihr Frauchen Kaylee auf dem Übungsplatz. „Die Fehler“, so Saur weiter, „macht nie das Tier, sondern immer der Mensch.“

Und so hofft Saur, dass sie sich selbst in der Aufregung während des Turniers keine Konzentrationsfehler leistet und einen gelungen Einstand mit ihrer Hündin feiern kann. Neben einer reinen Schäferhundedisziplin, gehen am Samstag Hunde aller Rassen an den Start.

Eine Qualifikation mussten die Teams nicht durchlaufen. Der Spaßfaktor stehe bei Rally Obedience im Vordergrund, so Saur.

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Eintritt ist frei

Los geht es am Samstag und am Sonntag auf dem Gelände des Schäferhundevereins in Kassel-Niederzwehren, Am Keilsberg 3, jeweils um 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zum Turnier und der Sportart gibt es im Internet unter www.og-kassel-niederzwehren.de

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