Mitsubishi mit holländischen Kennzeichen steht in Niederzwehren

An Stadtgrenze abgestellt: Erneut Pingpong um Schrottauto in Kassel

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Steht seit mindestens drei Monaten auf der Haltebucht vor der Frankfurter Straße: Ein Mitsubishi, der in Amsterdam zugelassen worden ist.

Niederzwehren. Seit mehreren Wochen steht ein roter Mitsubishi mit holländischem Kennzeichen auf der Haltebucht an der A 49-Abfahrt Kassel-Niederzwehren Richtung Innenstadt, sagt Günter Lehner, Anwohner der Frankfurter Straße.

Vor drei Monaten habe er deshalb die Polizei angeschrieben, damit sich jemand um das Schrottauto kümmert, das nur noch ein Kennzeichen hat. Es scheint sich aber niemand dafür zuständig zu fühlen, sagt Lehner. Das rote Auto steht immer noch auf dem Standstreifen an der Stadtgrenze.

Lehner berichtet, dass er damals von der Polizei die Nachricht bekommen habe, dass man das Ordnungsamt der Stadt Kassel über den Schrottwagen verständigt habe. Der Mann aus Niederzwehren bekam sofort Zweifel, dass sich das städtische Ordnungsamt zuständig fühlt, weil der Wagen außerhalb des Ortsschilds abgestellt worden war. Das habe er der Polizei auch mitgeteilt.

Am Montag dieser Woche hat die HNA bei der Stadt nachgefragt. Der Wagen sei in der Tat nicht im öffentlichen Verkehrsraum der Stadt Kassel abgestellt worden, so Sascha Stiebing, Sprecher der Stadt. Das Ordnungsamt werde aber dennoch die Landesstraßenbehörde Hessen Mobil informieren und auch die Autobahnpolizei Baunatal nochmal ansprechen, damit das Fahrzeug zeitnah dort entfernt werde.

Am Dienstag erklärte Polizeisprecher Torsten Werner auf Nachfrage, dass eine Streife den Wagen am Montag genauer angeschaut habe. Es handele sich um einen Unfallwagen, der auf den Namen einer Frau in Amsterdam zugelassen sei, so Werner. Die Anschrift der Frau werde man nun an das Ordnungsamt der Stadt Kassel weitergeben.

Es ist nicht der erste Fall, dass es Pingpong um ein Schrottauto in Kassel gibt. Kürzlich hatte die HNA über einen Ford mit rumänischem Kennzeichen berichtet, der wochenlang auf einem Fuß- und Radweg zwischen Süsterfeld-Helleböhn und Niederzwehren gestanden hatte. Hier hatte es auch unterschiedliche Angaben von Stadt und der Deutschen Bahn gegeben, wer für das Abschleppen des Wagens zuständig ist.

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