Wohnstadt ist mit Stadt Kooperation für Sanierung des Quartiers Paul-Heidelbach-Straße in Niederzwehren eingegangen

Paul-Heidelbach-Straße: Die ersten Wohnungen sind bereits fertig

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Die ersten 18 Wohnungen sind fertig: Die Gebäude Paul-Heidelbach-Straße 7,9 und 11 wurden zwischen April und Juli saniert. Hier müssen nur noch Außenarbeiten abgeschlossen werden.

Niederzwehren. 108 Wohnungen an der Paul-Heidelbach-Straße in Niederzwehren will die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt bis zum Jahr 2021 energetisch sanieren.

Insgesamt 5,9 Millionen Euro investiert die Unternehmensgruppe bis dahin in das Quartier. Die Wohnungen, die um 1960 entstanden sind, entsprechen längst nicht mehr den heutigen Energiestandards, sagte Jürgen Bluhm, Leiter des Regionalcenters Kassel, am Freitag bei einem Termin im Kasseler Rathaus.

Dort unterzeichneten Stadtbaurat Christof Nolda und Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Wohnstadt, eine Kooperation für die Entwicklung des energetischen Quartierskonzepts. Die Stadt Kassel hat nämlich zur Finanzierung des Konzepts einen Fördermittelbescheid der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie über 46.000 Euro erhalten. Diesen Betrag gibt sie an die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft als betreuendes Unternehmen weiter.

Quartier umfassend

„Die Gebäudesanierung ist der wesentliche Baustein zum Klimaschutz in der Stadt Kassel. In besonderer Weise wirksam sind solche Konzepte, die ein gesamtes Quartier umfassen“, sagte Nolda. Dabei sei es wichtig, Partner zu haben, die das Konzept von Anfang an begleiten und mittragen. Einen solchen Partner habe die Stadt mit der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt gefunden.

„Bei der Weiterentwicklung unserer Quartiere verfolgen wir stets einen ganzheitlichen Ansatz. Wir haben Lösungen gefunden, die zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen einen guten Ausgleich schaffen“, sagte Fontaine-Kretschmer. Im Rahmen der Sanierung werden die Dächer neu gedeckt und die Fassade mit einem neuen Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Balkone erhalten neue Geländer, zudem gibt es neue Hauseingangsdächer. In den Wohnungen selbst sollen die Bäder, die aus den 1960er-Jahren stammen, umfassend saniert werden. Die Elektro-Nachtspeicheröfen sollen ausgebaut und durch eine Gas-Zentralheizung ersetzt werden, die über ein neues Blockheizkraftwerk betrieben wird.

Nach der Sanierung soll der Mietzins, der jetzt zwischen 4,20 und 4,30 Euro Kaltmiete liege, moderat auf bis zu 5,50 Euro ansteigen, so Bluhm. Es sei vorgesehen, dass die Mieter während der Sanierung in ihren Wohnungen blieben. „Wir wissen, dass das für die Menschen eine starke Beeinträchtigung ist, aber wir sind regelmäßig vor Ort, um mit den Mietern zu reden.“

Um den Sanierungsarbeiten entkommen zu können, hat die Wohnstadt in einer leeren Wohnung ein Café eröffnet, in dem sich die Mieter jenseits von Bauschmutz und -lärm aufhalten können. Die ersten Bewohner des Quartiers haben es bereits geschafft: 18 Wohnungen in den Hausnummern 7, 9 und 11 wurden bereits zwischen April und Juli saniert.

Karte: Hier liegt die Paul-Heidelbach-Straße 

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