Was war denn da los?

Falschmeldung der Stadt zum Gewerbegebiet Langes Feld: Nur drei statt 19 Hektar vor Verkauf

Kassel. Die Nachfrage nach Grundstücken im Gewerbepark Langes Feld mag groß sein – das Interesse an einer Ansiedlung ist offenbar aber nicht so riesig, wie die Stadt zunächst verkündet hatte.

Nicht 19 Hektar stünden unmittelbar vor dem Verkauf, sondern lediglich drei, korrigierte gestern das Presseamt die Angaben vom Dienstag.

Die Stadt hatte also eine dicke Falschmeldung verkündet. Wie konnte das passieren? Schließlich hatte der Chef des Liegenschaftsamtes der Stadt, Wolfgang Staubesand, die Zahl selbst verkündet. Wusste er als Fachmann es nicht besser, wurden ihm und Kämmerer Christian Geselle falsche Zahlen zugeleitet?

„Wir bedauern diesen Fehler“, sagt Stadt-Pressesprecher Ingo Happel-Emrich. Und fügt hinzu: „Das Interesse von Unternehmen, sich im langen Feld anzusiedeln, ist groß.“

Weiter sagt er nichts. Denn im Rathaus herrscht offensichtlich Rätselraten, wie der Fehler passieren konnte.

Tatsache ist, dass im ersten Bauabschnitt des Gewerbegebietes an der Autobahn A 49 in Kassel-Niederzwehren insgesamt 28 Hektar zur Verfügung stehen. Aufgrund der „guten Nachrage“, so hieß es auch gestern noch aus dem Rathaus, soll bereits im nächsten Jahr mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts begonnen werden, was ursprünglich erst 2020 oder 2021 geplant war. Dann sollen weitere 28 Hektar Gewerbefläche entstehen. Stellt sich die Frage: Warum eigentlch, wenn bisher nur an drei Hektar intensives Interesse besteht?

Kassels Kämmerer Christian Geselle (SPD) gehe davon aus, dass mit dem Bau von neuen Firmen im Gewerbegebiet im kommenden Jahr begonnen werden kann, hieß es gestern weiter in einer Erklärung der Stadt.

Ein dritter Bauabschnitt, der folgen könnte, soll dann etwa 20 Hektar groß sein.

Flug über das Lange Feld im Jahr 2011

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