Niederzwehren: 41-Jähriger gehörte zum Umfeld von Ursula B.

Getötete Rentnerin: Tatverdächtiger ist Sohn des Ex-Nachbarn

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Der Erkennungsdienst betritt am Freitag das Haus, in dem der Tatverdächtige gelebt hat.

Kassel. Der 41-jährige Mann aus Kassel, der laut Polizei gestanden hat, die Rentnerin Ursula B. am Pfingstmontag in ihrem Haus in Niederzwehren getötet zu haben, kannte das Opfer.

Der Verdächtige habe zum sozialen Umfeld der 74-jährigen Frau gehört, bestätigte Polizeisprecher Torsten Werner auf Anfrage. Es handele sich aber um keinen Verwandten des Opfers. Angaben zum Motiv des Verdächtigen machte die Polizei nicht.

Nach Informationen der HNA handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Sohn eines ehemaligen Nachbarn von Ursula B. Der Nachbar lebte bis vor rund eineinhalb Jahren im Haus neben der Frau in Niederzwehren und soll ihr früher den Rasen gemäht und bei Reparaturen im Haus geholfen waren. Dem Vernehmen nach soll es irgendwann zu einem Streit zwischen dem Nachbarn und Ursula B. gekommen sein, woraufhin das nachbarschaftliche Arbeitsverhältnis beendet worden ist. Seitdem habe der Mann ihr nicht mehr in Haus und Garten geholfen.

Es wird berichtet, dass der 41-jährige Sohn des Nachbarn öfters mit dem Rad in die Perlengasse nach Niederzwehren kam, um seine Eltern zu besuchen. Dadurch kannte er wohl auch Ursula B. Nach Recherchen der HNA lebte der 41-Jährige selbst allein in einer Wohnung in einem Dreifamilienhaus in Oberzwehren. Dort wurde er auch am Mittwoch dieser Woche nach intensiven Ermittlungen der Sonderkommission Zwehren festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den 41-Jährigen, der in der JVA in Wehlheiden in Untersuchungshaft sitzt, wegen des Verdachts des Totschlags.

Bis Februar dieses Jahres hat der Tatverdächtige, der von seinen Nachbarn als freundlicher und hilfsbereiter Mensch beschrieben wird, in einem großen Kasseler Callcenter gearbeitet.

Ursula B. hinterlässt einen Sohn, der mit seiner Familie in Ostdeutschland lebt.

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