Niederzwehren: 31-Jähriger wurde durch Schuss in Oberschenkel gestoppt

Wollte aggressiver Psychiatriepatient mit Polizeiauto flüchten?

Niederzwehren. Der Mann, der am Freitagnachmittag Menschen im Ludwig-Noll-Krankenhaus und Polizisten auf der Dennhäuser Straße angegriffen hat, ist ein Deutsch-Marokkaner.

Der aggressive Patient, der am Freitagnachmittag aus dem Ludwig-Noll-Krankenhaus für Psychiatrie in Niederzwehren (94 Betten, vier allgemeinpsychiatrische Stationen) geflohen war und erst durch einen Schuss aus einer Polizeipistole gestoppt werden konnte, verfüge über beide Staatsangehörigkeiten, erklärte Polizeisprecher Franz Skupski am Samstag auf Anfrage.

Wie berichtet, hatte der Der 31-Jährige in dem Krankenhaus, das zur Gesundheit Nordhessen Holding gehört, mehrere Personen angegriffen, bevor er türmte. In der Dennhäuser Straße ging er dann auf die Besatzung eines Funkstreifenwagens los, als diese ihn festnehmen wollte. Nach HNA-Informationen soll der Deutsch-Marokkaner dabei eine Beamtin zu Boden geworfen, heftig traktiert und dann versucht haben, mit dem Streifenwagen zu fliehen. Die Polizei wollte sich am Wochenende dazu nicht äußern.

Der Täter liegt weiterhin mit einem Oberschenkelschuss in einer Kasseler Klinik. Er schweigt zu der Tat. Während des Krankenhausaufenthalts wird er von der Polizei bewacht. Was mit dem 31-Jährigen nach der akuten Behandlung geschieht, entscheide die Staatsanwaltschaft, sagte Polizeisprecher Skupski. Dabei geht es offenbar auch um die Frage, ob der Mann zurück in das Noll-Krankenhaus verlegt oder im Gefängniskrankenhaus in Kassel-Wehlheiden untergebracht wird.

Der Einsatz der Schusswaffe durch einen Beamten wird laut Skupski polizeiintern untersucht. Dies geschehe in derartigen Fällen routinemäßig. Die Ermittlungen in der Sache hätten bereits begonnen. Untersucht wird dabei, ob der Schusswaffeneinsatz gerechtfertigt war.

Im Fall des 31-Jährigen war es laut Polizei nicht möglich, ihn mit Pfefferspray außer Gefecht zu setzen.

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