1430 Arbeitsplätze an deutschen Standorten betroffen

Bombardier streicht Jobs - Stellenabbau am Kasseler Standort noch unklar

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Bombardier in Kassel

Kassel. Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier hat gestern für die nächsten zwei Jahre einen Jobabbau im großen Stil angekündigt:

An den zehn deutschen Standorten sollen insgesamt 1430 Arbeitsplätze wegfallen. Weltweit sind es 7000 Stellen. Wie stark der Kasseler Standort mit seinen 850 Mitarbeitern betroffen ist, sei noch unklar, so ein Firmensprecher auf HNA-Anfrage. Der Wirtschaftsausschuss von Bombardier berate dazu am nächsten Montag und Dienstag, ergänzte der Kasseler Bombardier-Betriebsratsvorsitzende Markus Hohmann. Betroffen sein könnten zuerst die gut 200 Zeitarbeiter.

Aktualisiert um 16.45 Uhr.

„Für uns wäre ein Stellenabbau in Kassel völlig unverständlich. Wir haben für die nächsten zwei Jahre volle Auftragsbücher“, so Hohmann. Er sei dennoch skeptisch, was die Pläne des Konzerns angehe. „Die Flugzeugsparte Bombardier Aerospace kränkelt und wir sollen das mittragen“, so der Betriebsratsvorsitzende. Zwar gebe es auch Probleme in Bereichen von Bombardier Transportation (Schienenverkehrstechnik), wozu der Kasseler Lokbau-Standort gehört, diese ließen sich aber lösen.

Für den 4. März planten die Betriebsräte mit der IG Metall eine Konferenz, auf der Strategien entwickelt werden sollen, um einen Personalabbau abzuwenden. Diese Alternativen sollen der Konzernführung vorgelegt werden. Auch seien Aktionen in den Betrieben geplant.

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