Sperrung aufgehoben

Weltkriegs-Bombe in Nordstadt wurde entschärft

Nord-Holland. Die Weltkriegs-Bombe, die Arbeiter auf einer Baustelle an der Niedervellmarer Straße im Kasseler Stadtteil Nord-Holland gefunden hatten, ist entschärft worden.

Nach Angaben der Polizei ist alles gut gelaufen. Die Sperrung rund um die Fundstelle ist wieder aufgehoben. 50 Häuser und bis zu 200 Bewohner waren von der Evakuierung betroffen. In einem Radius von 200 Metern mussten die Bewohner ihre Häuser verlassen, Straßen wurden abgesperrt. 

Experten der Firma Tauber und des Kampfmittelräumdienstes vom Regierungspräsidium Darmstadt waren zur Fundstelle geeilt, um die Bombe im Team mit Hilfe einer Raketenklemme zu entschärfen. Die Weltkriegs-Bombe ist 50 Kilogramm schwer und 80 Zentimeter lang. Der Zünder sei relativ leicht herausgegangen, sagte René Bennert vom Kampfmittelräumdienst. Allerdings sei solch eine Entschärfung nie ein Routine-Einsatz. 

Jetzt müsse umgehend geklärt werden, ob der Eigentümer das Grundstück zuvor auf Kriegswaffen im Erdreich habe untersuchen lassen, fügte sein Kollege Gerhard Gossens hinzu. Dazu ist jeder Bauherr verpflichtet. Ansonsten dürfe auf dem Grundstück nicht weiter gebaut werden, da noch Brandbomben im Erdreich liegen könnten.

Aktualisiert um 21.10 Uhr

Die Anwohner wurden in der Hegelsberghalle untergebracht. Dorthin wurden sie mit Bussen transportiert. Die Evakuierung zog sich allerdings ein wenig in die Länge. Das lag zu einem daran, dass mehrere bettlägerige Anwohner vom Rettungsdienst aus den Häusern geholt werden mussten. Ein Bewohner hatte sich zunächst geweigert, sein Haus zu verlassen.

Laut Polizeisprecher Torsten Werner soll die Bombe wegtransportiert und an einem sicheren Ort kontrolliert gesprengt werden. Verkehrsbehinderungen habe es durch die Sperrung keine gegeben.

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Weltkriegs-Bombe in Nordstadt gefunden

Rubriklistenbild: © Pflüger-Scherb

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