Neue Unterkunft in  geht in Betrieb

Erste Flüchtlinge in Fichtner-Oestmann-Siedlung erwartet

Frisch saniert: Diese Woche soll das erste von insgesamt sechs Häusern in der Fichtner-Oestmann-Siedlung als Flüchtlingsunterkunft in Betrieb gehen. Die Einrichtung wird von der Caritas betrieben. Die anderen Häuer werden nach und nach im nächsten Jahr belegt. Foto: Fischer

Kassel. Diese Woche werden voraussichtlich die ersten Flüchtlinge in die neue Gemeinschaftsunterkunft in der Fichtner-Oestmann-Siedlung einziehen – die erste in der Nordstadt. Zunächst geht ein Haus in Betrieb, darin stehen insgesamt 42 Plätze zur Verfügung.

Bis zum Sommer soll die Unterkunft nach und nach erweitert werden. Ingesamt wird sie sechs Häuser umfassen, die Platz für 282 Menschen bieten. Damit wird die Einrichtung eines der größten städtischen Flüchtlingswohnheime in Kassel sein.

Die Stadt Kassel mietet die Gebäude von der Wohnwert GmbH, die zur Kindler & Fries Unternehmensgruppe (Hannover) gehört. Diese hatte vergangenen Herbst insgesamt 13 der ehemaligen Henschelhäuser gekauft und mit der Sanierung begonnen. Die Wohnungen sollten vor allem an Studenten vermietet werden, so der Plan der Immobilienunternehmer. Fünf Häuser seien auch wie vorgesehen bereits in Betrieb gegangen, sagt Geschäftsführer Robin Kindler. Dort wohnten überwiegend junge Leute, neben Studenten unter anderem auch Personal des Klinikums.

Angesichts der Flüchtlingsproblematik habe man sich entschieden, einen Teil der noch nicht fertiggestellten Häuser der Stadt Kassel für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen. „Wir sehen uns in der Pflicht, Menschen in Not zu helfen.“ Vor der Übergabe würden die Häuser wie geplant saniert - deshalb geht das Wohnheim auch erst nach und nach in Betrieb. Für Bestandsmieter hätten die Pläne keine Auswirkungen, betont Kindler.

Betreiber des neuen Flüchtlingswohnheims wird die Caritas, die auch für die Sozialberatung der Asylbewerber in Kassel zuständig ist. Neben der Jägerkaserne ist es die zweite Gemeinschaftsunterkunft in Kassel, die der katholische Sozialverband selbst betreibt. Tagsüber seien ein Sozialarbeiter und ein Hausmeister da, nachts gebe es eine Nachtwache, sagt Meinolf Schaefers, Geschäftsführer des Caritasverbands Nordhessen. Wie viele der 42 Plätze diese Woche schon belegt werden und aus welchen Herkunftsländern die ersten Bewohner kommen, wisse man noch nicht. Das hänge von den Zuweisungen des Landes an die Stadt ab, die erst kurzfristig erfolgten.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen voraussichtlich auch Wohngruppen für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge eingerichtet werden. Diese würden dann von einem Träger der Jugendhilfe betrieben.

Im Ortsbeirat der Nordstadt waren zuletzt Bedenken geäußert worden, wie das Zusammenleben mit den Flüchtlingen im Stadtteil funktioniere, in dem ohnehin schon viele Zuwanderer lebten. „Wir wollen uns der Aufnahme von Flüchtlingen nicht verschließen“, sagt Ortsvorsteherin Monika Sprafke (SPD), „aber man muss darauf achten, dass es nicht zu Konflikten zwischen den unterschiedlichen Ethnien kommt.“ Wichtig sei, dass die Schulen und Kitas, die künftig noch mehr nicht deutschsprachige Kinder aufnehmen müssten, Unterstützung bekämen.

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