„Das ist eine Katastrophe“

Gastronom über Tatort in Kassels Norden: Schlägereien sind an der Tagesordnung

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Der Tatort am Morgen nach der tödlichen Attacke: Polizisten durchkämmen das Gelände auf der Suche nach Beweisen.

Kassel. Der Platz, an dem in der Nacht zu Mittwoch ein 34-Jähriger aus der Trinkerszene erstochen worden ist, ist oft Schauplatz für gewalttätige Auseinandersetzungen. Ein Gastronom berichtet.

Die Schreie vom Platz vor der Reuterschule hat Mehmet Atas auch in der Nacht zum Mittwoch gehört. Er habe auch den Krankenwagen gesehen, sagt der Mitarbeiter vom Titanic-Grillhaus. Dass aber nur wenige Meter von seinem Arbeitsplatz entfernt ein Mensch getötet worden ist, damit habe er nicht gerechnet, sagt Atas.

Schlägereien sind an Tagesordnung: Mehmet Atas berichtet über die Trinker- und Drogenszene in der Nordstadt. Foto:  Malmus

Leider komme es nämlich täglich auf dem Platz zu Auseinandersetzungen. „Ich dachte, das wäre eine normale Schlägerei gewesen“, sagt der Mann. Die Probleme mit der Trinker- und Drogenszene an der Jägerstraße/Gießbergstraße hätten in den vergangenen Wochen massiv zugenommen“, sagt er. Bis zu 70 Frauen und Männer hielten sich dort manchmal auf. Einige kämen in den Imbiss, griffen nach Getränken und nähmen diese einfach mit, ohne zu bezahlen, sagt Atas. Andere holten sich einfach Stühle aus dem Laden, um draußen besser sitzen zu können.

„Ich habe die Schnauze voll“, sagt der Gastronom. Die Zustände in dieser Gegend bezeichnet Mehmet Atas als Katastrophe.

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