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Gedenken an NSU-Opfer: Straße vorübergehend in „Halitstraße“ umbenannt

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Von: Marius Kausch, Moritz Schäfer

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Kassel. Zu einem Gedenken an das im April 2006 ermordete Kasseler NSU-Opfer Halit Yozgat haben sich am Dienstag gegen 17.30 Uhr ungefähr 60 Demonstranten am Halitplatz getroffen.

Bei der Demonstration, zu der die „Initiative 6. April“ aufgerufen hatte, wurden für eine halbe Stunde Lieder gesungen und Reden gehalten, die in deutscher und türkischer Sprache den Opfern der NSU gedachten.

Die Anmeldung der Kundgebung erfolgte laut Auskunft der Polizei zum Veranstaltungsbeginn durch eine 45-jährige Frau aus Kassel, die anschließend auch die Versammlungsleitung übernahm.

Mit zwei selbst gebauten Straßenschildern, die sie mit Kabelbindern an einem Masten befestigten, wurden dabei die Holländische Straße und die Mombachstraße in „Halitstraße“ und „Keupstraße“ zeitweise symbolisch umbenannt. „Keupstraße“ in Erinnerung an das rechtsterroristische Attentat in Köln: Dort detonierte am 9. Juni 2004 eine ferngezündete Nagelbombe, durch die viele Menschen verletzt wurden. (ius/mhs)

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