Bericht über Wolf im Söhrewald hat offenbar zu Sensibilisierung geführt

Vermeintlicher Wolf löste Polizeieinsatz in Nordstadt aus

Kassel. Ein einem Wolf zum Verwechseln ähnlich sehender amerikanischer Wolfshund hat  am Freitagmorgen für großes Aufsehen bei mehreren Verkehrsteilnehmern in der Nordstadt gesorgt und einen Polizeieinsatz ausgelöst.

Der Bericht über einen in der Nähe von Söhrewald-Wellerode gesichteten Wolf hat offenbar zu einer Sensibilisierung in der Bevölkerung geführt.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz war der Hund seinem Besitzer zuvor ausgebüchst und auf der Holländischen Straße unterwegs. Mehrere Autofahrer glaubten einen Wolf zu sehen und alarmierten die Polizei.

Nachdem erst Anfang März eine Wildtierkamera einen Wolf nahe Kassel festgehalten hatte, hätte die Aufregung, die sein domestizierter Nachfahre gegen 7.30 Uhr in der Nordstadt auslöste, nicht größer sein können, so der Polizeisprecher. Die Streife des Polizeireviers Nord, die sich aufgrund der „Wolfssichtung“ auf die Suche nach dem Tier begab, glaubte kaum ihren Augen zu trauen, als sie auf der Henkelstraße/Ecke Bunsenstraße tatsächlich einen wolfsähnlichen Vierbeiner auf der Straße langtrotten sah. Als sich das Tier im Nordstadtpark schließlich in den Bereich eines umzäunten Spielplatzes begab, gelang es den Beamten, den vermeintlichen Wolf dort einzusperren.

Zeitgleich hatte sich ein besorgter Hundebesitzer bei der Polizei gemeldet und den Beamten der Leitstelle vom Ausbruch seiner zwei amerikanischen Wolfshunde berichtet. Die Beamten baten den Mann, sich den eingesperrten Wolf im Nordstadtpark anzusehen. Der Mann identifizierte den eingesperrten Hund eindeutig als einen seiner Ausreißer. Auch sein zweiter Hund tauchte wenig später wieder auf. Diesen hatte der Hundehalter anschließend selber wiedergefunden, so dass weitere Meldungen über „Wolfssichtungen“ im Kasseler Stadtgebiet ausblieben.

Wie sich herausstellte, waren die Hunde am Freitagmorgen offenbar aus eigener Kraft über den Zaun ihres Zwingers in die Freiheit entkommen. Der Hundebesitzer versprach den Beamten, sich darum zu kümmern, dass seine Tiere nicht mehr aus dem Zwinger ausbüchsen können.

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Rubriklistenbild: © dpa

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